Notizen
Neue Stücke
Die Mülheimer «Stücke», das wichtigste Festival für neue deutschsprachige Dramatik, hat kurz nach dem Berliner Theatertreffen seine Liste der bemerkenswertesten uraufgeführten Stücke des letzten Jahres veröffentlicht: Fritz Kater «Heaven (zu tristan)» (Maxim Gorki Theater Berlin/schauspielfrankfurt), Dea Loher «Das letzte Feuer» (Thalia Theater Hamburg), Philipp Löhle «Genannt Gospodin» (Schauspielhaus Bochum), Ewald Palmetshofer «hamlet ist tot.
keine schwerkraft» (Schauspielhaus Wien), René Pollesch «Liebe ist kälter als das Kapital» (Schauspiel Stuttgart), Theresia Walser «Morgen in Katar» (Staatstheater Kassel), Laura de Weck «Lieblingsmenschen» (Theater Basel) und Felicia Zeller «Kaspar Häuser Meer» (Theater Freiburg). Für Trendforscher: Genau die Hälfte der Autor(inn)en ist zum ersten Mal zu den Theatertagen eingeladen, die Hälfte ist weiblich und mindestens die Hälfte würde man im Wirtschaftsteil als «kapitalismuskritisch» bezeichnen. Wer es genauer wissen will: vom 4. bis 24. Mai in Mülheim/Ruhr.
Synergien 1
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Die Frage ist: Wie deutlich muss man werden? Seit Jahren läuft zwischen Theatermachern und -kritikern immer dasselbe Spiel: Die Regisseure inszenieren so drastisch wie möglich, die Rezensenten werfen ihnen Plattheit vor, und am Ende heißt es immer, man solle den Zuschauer doch nicht für dumm erklären, er würde das auch so verstehen.
Nun kann man sich auf den...
