«Man muss darauf bestehen, dass Theater sich nicht rechnet»
TH Sie haben alle drei in den letzten Jahren ein Theater geleitet – bei Stefan Bachmann liegt es schon ein bisschen länger zurück –, und starten in Ihre jeweils zweite Intendanz. Neue Stadt, neues Theater, neues Publikum, neue Teams. Neues Glück. Erste große Frage: Was wollen Sie beim zweiten Mal anders machen?
Stefan Bachmann Bei mir ist offensichtlich, dass einiges anders sein wird als damals in Basel, weil zehn Jahre dazwischen liegen.
Ich war damals Anfang 30, mein Theaterhorizont war noch sehr subjektiv, ein Generationswechsel lag in der Luft, und es war ganz einfach, die Leute auf Augenhöhe zu finden, die diesen Wechsel gestalten wollten. Das war sehr ungestüm, sehr persönlich und abenteuerlich; das ging auch in Teilen – wenn ich mal etwas selbstkritisch bin – an der Idee von Stadttheater vorbei. Man ist ja als einzige Kirche im Dorf auch für die Bürger da und nicht nur für die Theaterfreaks. Dieser breitere Fächer, den Begriff Stadttheater weiter zu fassen – das kommt jetzt in Köln sicher mehr zum Zug als damals. Das ist ja auch der Spaß daran: Was Theater kann und soll in einem breiten Spektrum zu zeigen.
TH Gibt es einen größeren Fehler aus Basel, der sich auf keinen Fall ...
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Das zweite Mal, Seite 90
von
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