Katastrophe als Chance
Für Fritz Kater bedeutet Schreiben nicht nur die Entwicklung neuer Verfahren der Anordnung und Bearbeitung von Wortmaterial, sondern immer eine besondere Art des Verdichtens, des Zuspitzens eigener Wahrnehmung von Wirklichkeit.
«5 morgen», sein neuer Text, schildert eine Welt, in der das Effizienz-Dogma nicht nur die Märkte, sondern vor allem das Menschenbild mit seiner Winner-Anthropologie beherrscht. Dass diese Idee nicht zwangsläufig Sieger hervorbringt, sondern in die mögliche Vernichtung der Gattung mündet, beschreibt er als tragisch-komische (Zukunfts?-) Vision.
«Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten, ein Zeitalter der Weisheit und ein Zeitalter der Torheit, eine Epoche des Glaubens und eine Epoche des Unglaubens, eine Zeit des Lichts und eine Zeit der Finsternis: es war der Frühling der Hoffnung und der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, diese Zeit war der unsrigen so ähnlich, dass einige der lautstärksten Autoritäten im Guten wie im Bösen nur den Superlativ auf sie angewendet wissen wollen.»
Das ...
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 173
von Carmen Wolfram
Begin the Beguine» ist kein neues Stück. John Cassavetes’ letzte Fassung stammt aus dem Herbst 1987. Knapp eineinhalb Jahre später starb der konsequente Künstler und Erneuerer des amerikanischen Kinos. Diesen Dreiakter hatte er Ben Gazzara und Peter Falk auf den Leib geschrieben, beide Lebensschauspieler für Cassavetes. Es kam zu
gemeinsamen Lesungen, Proben, die...
A
Etel Adnan
Irgendwann in der Nacht (Staatstheater Karlsruhe)
Fatih Akin
Soul Kitchen (Stadttheater Bremerhaven)
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My love was a ghost. And your love, your love was leaving this rotten town (Arbeitstitel, Schauspiel Leipzig)
Tariq Ali
Die neuen Abenteuer des Don Quijote (Schauspiel Essen)
Thomas Arzt
In den Westen (Nationaltheater Mannheim)
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De...
Jalta? Verdammt, was war das noch? Traumhafte Kulisse, perfektes Welttheater. Was 1943 auf der Teheran-Konferenz arrangiert und 1945 in Potsdam umgesetzt wurde – in Jalta wurde schon mal darauf angestoßen. Ein Intermezzo, ein Treffen der «Großen Drei» bei kaukasischem Champagner. Ein PR-Coup Stalins, den Blick klar auf eine neue Weltordnung gerichtet. Diese hielt...
