Laughing Fit to Kill
Daniel Schreiber Was halten Sie vom Phänomen der «Obamania»?
Werner Sollors Die überraschend guten Vorwahlergebnisse für Barack Obama in der Demokratischen Partei speisen sich aus den verschiedensten Quellen. Vorrangig ist wohl die weitverbreitete Vermutung, dass Obama, sollte er nominiert werden, bessere Chancen gegen einen Republikaner wie McCain hätte, weil er einerseits einen Bruch mit der jüngsten politischen Vergangenheit in den USA symbolisiert, andererseits aber auch nicht von weltbekannten Skandalen belastet ist, wie sie die Clinton-Familie umgeben.
Bruch mit der Vergangenheit heißt in seinem Fall nicht nur eine Absage an den Irak-Krieg und die außenpolitische Isolierung der USA, sondern auch eine erhoffte Überwindung der Geschichte des Rassismus im Lande. Einmal dadurch, dass ein Kandidat mit schwarzer Hautfarbe diesmal tatsächlich eine Chance hat, gewählt zu werden, zum anderen, weil seine Familiengeschichte (schwarzer afrikanischer Vater – weiße amerikanische Mutter) das jahrhundertelange Verbot von schwarz-weißer Familiengründung so ganz öffentlich zu überwinden scheint.
DS Seit fünfundzwanzig Jahren erforschen Sie an der Harvard University die Literaturen ...
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Theater heute April 2008
Rubrik: Reportage Obamas Dramatiker, Seite 16
von Daniel Schreiber
Das Rührendste kam zum Schluss: Da verbeugte sich Nuran Calis inmitten seines Teams so ungelenk, so wacker bemüht, der Applaus-Etikette Genüge zu tun, dass der Beifall schier kein Ende nehmen wollte. Es war ohnehin ein Klatschen der gerührten Herzen. Wann hatte man zuletzt einen so ungehemmt naiv und unironisch gespielten Klassiker gesehen? So ungebrochen auf die...
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So viel zu König Gunther....
