Kulturpolitik: Zwei Briefe
Auf die Münchner CSU ist Verlass. Die aufrechten christsozialen Stadtverordneten sind heldenmütig bereit, sich in einem der interessanteren Theaterstreits der letzten Jahre in die reaktionäre Ecke, nein: nicht einmal stellen zu lassen. Sie sind sogar selbst mit Anlauf hineingesprungen.
Zur Erinnerung: Matthias Lilienthal war 2015 als Nachfolger von Johan Simons an den Kammerspielen angetreten, um zu versuchen, womit viele gerne kokettieren, was aber niemand ernsthaft betrieben hat.
Denn bei aller zu Recht hochgelobten «Doppelpass»-Förderung der Bundeskulturstiftung funktioniert die gerne wortreich beschworene Zusammenarbeit zwischen Stadttheater und Freier Szene nach wie vor immer noch im Ausnahmemodus. Ein Projekt hier, eins da, gerne gestreckt auf zwei Jahre, damit sich der gutgeölte Stadttheaterbetrieb nur nicht verschluckt in seinem Bemühen, eine kleine freie Truppe jenseits der üblichen Routinen in seine Abläufe zu integrieren. An den Münchner Kammerspiele sollte es erstmals anders werden mit zwei gleichberechtigten Programmschienen aus Ensemble/Repertoire-Betrieb und einem parallelgeschalteten Produktionshaus, gegenseitiger Austausch ausdrücklich erwünscht.
Dabei treffen ...
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Theater heute Mai 2018
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Franz Wille
«Warum schweigen Sie denn die ganze Zeit?», fragt die Prüfungskommission der Universität Arizona den 18-jährigen Hal Incandenza mit wachsender Ungeduld. Offensichtlich hat der hochbegabte Tennisnachwuchs nicht nur ein ernst zu nehmendes Kommunikationsproblem, auch Selbst- und Fremdwahrnehmung driften auseinander: «Ich bin hier drin. Ich bin nicht, was Sie sehen.»
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Aachen, Theater
12. Albee, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
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17. Depryck, Der Reservist – Arbeiten im 21. Jahrhundert
R. Ulrike Günther
18. Küspert, mensch maschine
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Aalen, Theater der Stadt
4. Hintze, Wir sind die nebelfreie Stadt
R. Tina Brüggemann, Michael Flechsler und Thomas Haller
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
10....
Gibt es in diesem Jahr denn also weniger Technik? Das war die letzte und weitreichendste Frage auf der Programm-Pressekonferenz im Januar, auf der die Theatertreffen-Jury ihre Auswahl präsentierte. Die leidige Technik. Als Chiffre steht sie für alles, was am Theatertreffen im Vorjahr (bei größtenteils gleicher Jury-Besetzung) sowohl gefeiert wie moniert wurde: die...
