Jenseits des Kästchendenkens
Als ich vor sechs Jahren nach Basel kam, dauerte es nicht lange, bis ich den Namen Trix hörte – recht oft hörte – und dies immer in Verbindung mit «Aua». Nun war es meiner damaligen Unkenntnis geschuldet, dass ich Trix und Aua nicht sofort einordnen konnte, aber mir wurde sehr schnell klar, dass hinter diesen Codenamen, dieser Geheimsprache etwas Wichtiges steckte, das in der Schweiz ganze Theatergenerationen beeinflusste.
Sehr schnell lernte ich dann Trix persönlich kennen, ganz sicher in Verbindung mit einer Theatervorstellung irgendwo.
Vom ersten Moment an war ich beeindruckt von ihrer offenen Art, ihren neugierigen Augen, ihrer Wissbegierde, ihrer Lust am Theater-Schauen, Denken und Diskutieren. Sie war eine durch und durch aktive Theaterfrau, die über Theaterabende offen diskutierte – auch an Premieren! –, und Theaterleute wissen, auf welches Glatteis man sich da begibt. Sie diskutierte durchaus kritisch mit Künstlern, und dabei habe ich sie nie verletzend erlebt – streng ja, auch konsequent, aber gleichzeitig blieb sie für andere Argumente offen, ließ sich überzeugen, prüfte ihre Meinung und änderte sie oder blieb dabei.
Diese Kombination von Entdeckerlust, die über die ...
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Theater heute August-September 2014
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Carena Schlewitt
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