International: In fünf Stunden um die Welt
Fünf neue Stücke an zwei Tagen mit toller Besetzung und in ausgefeilten Inszenierungen – die Bilanz, mit der das Münchner Residenztheater in seinem «Marstallplan 2018» aufwartet, ist eindrucksvoll und keinesfalls das, was man sich sonst schon mal zum Ende der Spielzeit mit heißer Nadel von gestressten Regieassistenten und urlaubsreifen Ensemblemitgliedern zusammenstricken ließ.
Wo es schon deutschsprachige Theaterautoren nicht leicht haben, in den auf Romanbearbeitungen und Stückentwicklungen fixierten Spielplänen der großen Häuser noch einen Platz zu finden, bleiben neue fremdsprachige Stücke, wenn nicht gerade Pulitzer-Preis-gekrönt, meist chancenlos. Zu unübersichtlich erscheint die literarische Lage in anderen Erdteilen, zu aufwändig die Recherche, um sie im vollen Arbeitsalltag eines Produktionsdramaturgen noch unterzubringen. Trotzdem hat sich das Residenztheater heuer erstmals vorgenommen, nicht nur wie früher schon internationale Stücke in Lesungen vorzustellen, sondern sie in einer sorgfältig geplanten und vorbereiteten Autorenwerkstatt zusammen mit fünf jüngeren, in ihrer Heimat aber bereits avancierten Dramatikern erst zu entwickeln und dann auch gleich im Rahmen des ...
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Theater heute August/September 2018
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Silvia Stammen
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Ma...
2021 ist eine symbolische Jahreszahl in Stuttgart. Ursprünglich sollte dann der neue unterirdische Bahnhof in Betrieb gehen. Aber daraus wird nichts. Man wird einfach nicht rechtzeitig fertig. Fertig ist hingegen Armin Petras. Der hätte eigentlich bis 2021 in Stuttgart Kunst machen sollen. Aber auch daraus wird nichts. Stattdessen hat Petras nach fünf Spielzeiten...
