«Ich will nicht subtil sein!»
Das erste literarische Genre, das Rebekka Kricheldorf beherrschte, war das Schmähgedicht. «Es lebte einst, ich weiß nicht wo / ein Mensch, der hieß Gorilla-Joe / Er war nicht schön, er war nicht klug / doch Haare hatte er genug / Die hingen tief ihm ins Gesicht / So sah er nie das Sonnenlicht.» Dieses lyrische Frühwerk beispielsweise entstand Mitte der achtziger Jahre an einer Freiburger Waldorfschule. Mit zwölf, dreizehn Jahren, erzählt Rebekka Kricheldorf, habe sie nicht wenige reform–pädagogische Unterrichtsstunden selig zur künstlerischen Produktion zweckentfremdet.
An literarischen Auseinandersetzungsgegenständen herrschte schließlich kein Mangel: Unliebsame Mitschüler wie den besagten «Gorilla-Joe» hatte das Rudolf-Steiner-Imperium en masse aufzubieten. Den stilistischen Referenzpunkt indes bildete Kricheldorfs damaliger singulärer Lieblingsautor: Wilhelm Busch.
Auch wenn die Autorin jetzt – fast dreißig Jahre später – vom einfachen Kreuzreim zur dialektischen Dialog-Kunst fortgeschritten ist: Der unverkrampft misanthropische Hohndichtungsappeal in Kombination mit Buschs Comic-Style durchweht ihre Texte bis heute. Zum Beispiel das Sittenbild «Alltag & Ekstase», Kricheldorfs ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Akteure, Seite 30
von Christine Wahl
Anfang dieses Jahres sorgte der erneute Fall einer dubiosen Kunstsammlung für Aufregung in der bundesdeutschen Medienlandschaft. Auch wenn der normale Leser mit dem Haufen Papier, eingebunden in 34 altmodische Foliobände, wenig anzufangen wusste – die Fachwelt in Literaturarchiven, Theatersammlungen und Bibliotheken war bei Nennung des Namens hellhörig geworden:...
2./Sonntag
23.30, ARD: Auf der Suche Fernsehfilm (2011) Buch und Regie Jan Krüger, mit Corinna Harfouch u.a.
4./Dienstag
22.45, ARD: Erika Pluhar – Trotzdem. Mein Leben Film von Sigrid Faltin
9./Sonntag
11.05, 3sat: Robert Walser – ein Poetenleben Biel 1878 – Herisau 1956
Film (2003) von Ernst Buchmüller
11./Dienstag
20.15, 3sat: Ein halbes Leben Fernsehfilm (2008) von...
Nun ist es so weit: Auf dem Tisch der Kultusminister hierzulande liegen sie, die Bewerbungen um das immaterielle Kulturerbe. Die Liste scheint lang zu sein, allein in Nordrhein-Westfalen gingen 21 Bewerbungen ein, auch die für die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft. Kaum hatte der Bühnenverein diese angekündigt, standen sie auch schon parat, diejenigen, die...
