Glück, Sex und Weltfrieden
Was macht eigentlich Sinn? Liebe, Arbeit, Kinderkriegen? Drogen, Party, Vögeln? Oder doch mehr Gott, Attac, Weltfrieden? Jugendliche, die noch die freie Auswahl haben, sind nicht zu beneiden. Das findet auch Anja Hilling und zeichnet in ihrem neuen Stück «Sinn» ein paar extreme Konflikte nach, mit denen Jugendliche auf das kapitalistische Sinn- und menschliche Gefühlsangebot reagieren. Selbstverletzung, Eifersucht, Demütigungen, Mord oder Kiffen lauten die pubertären Reaktionen auf den Stress, sein Glück zu erahnen und dann auch noch zu ergreifen.
Inspiriert von den fünf menschlichen Sinnen erzählt Anja Hilling in fünf Dialogen von den schwierigen Verhandlungen über Freundschaft und Liebe. Da wird ein junges Mädchen nur schwer mit dem Gedanken vertraut, dass es sich in einen blinden Jungen verliebt hat, der ihre Attraktivität gar nicht anhimmeln kann, wie sie es verdient (Thema: Augen). Ein Bäckergesell liebt das Mädchen, das er seinem besten Freund ausgespannt hat, immer in der duftenden Backstube, weil woanders keine Erotik aufkommen will, und wird schließlich vom eifersüchtigen Ex-Freund mit dem Messer um die Luft gebracht (Thema: Nase). Beim Thema «Haut» geht es um eine ...
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