Das Kölner «Nibelungen»-Plakat
Liebe Kölner, bitte wegsehen!
Dieses Plakatmotiv zu Karin Beiers Eröffnungsinszenierung von «Die Niebelungen» darf in Köln nicht gezeigt werden. Die städtische Außenwerbung verweigerte die Hängung und bezeichnete das Plakat als «geschmacklos» und «gewaltverherrlichend». Das Büro des Oberbürgermeisters sowie Kulturdezernent Georg Quander sprachen zunächst eine Empfehlung an das Theater aus, auf das Motiv zu verzichten und verboten schließlich die Plakatierung.
Trotzdem ist Köln noch nicht sicher: Auch Friedrich Hebbels Gemetzel bei Etzel verfügt über erhebliches Gewaltpotenzial!
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ein Mann, er heißt Oliver, hetzt nächtens durchs vorweihnachtliche Berlin. Mit einem Feldstecher und einem Fläschchen Chloroform bewaffnet, steuert er seinen kleinen Transporter dorthin, wo er die Einsamen vermutet, und sammelt ein: Die Frau seines Chefs, eine Seniorin, die im Heim vor einem Piccolo sitzt, einen Jungen, der auf dem Spielplatz schläft, er lauert...
Soll man Krankheit und Tod als Vorlage für eine chice Performance nutzen? Roger Vontobel lässt die Frage von Mark Ravenhills «pool (no water)» (abgedruckt in TH 06/07) um die vier Titel-Buchstaben kreisen (Bühne Claudia Rohner). Es geht um Eifersüchteleien und Gemeinheiten unter Künstler-Kollegen, um geheuchelte Zuneigung und das Siechtum der erfolgreichen...
Eins der wichtigsten Londoner Theater hat einen neuen Chef: Dominic Cooke löste im Januar dieses Jahres den langjährigen Intendanten Ian Rickson an der Spitze des Royal Court ab. Nach zehn Rickson-Jahren, von einem sehr spezifischen «social realism» geprägt, der vor allem die britische Unterschicht unter dem Bühnenmikroskop zappeln ließ, weht mit dem Einzug des...
