Gegen alle Umstände

Von Widrigkeiten im Theaterbetrieb lässt sich Stefanie Reinsperger nicht abhalten – das macht sie zur Schauspielerin und Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Der Regisseur Dusan David Parizek hat sie bei der Arbeit gut kennen gelernt.

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Als mich zwei Düsseldorfer Kollegen erstmals auf Ste­fanie Reinsperger ansprachen, fielen die Worte «sehr emotional» – begleitet von einem bedeutungschwangeren Augenaufschlag und einem wissenden Nicken. Das kann vieles bedeuten. Oder nichts. Ob es Ausdruck von Respekt, eine Warnung oder unscharfe Diagnose war, ist, rückwirkend betrachtet, eigentlich unwichtig. Es zeigt aber eines deutlich: Für Stefanie Reinsperger sind widrige Umstände alles andere als ein Hemmnis.

Ein Erstengagement an einem Schauspiel, das in der Krise ist, drei Jahre in einer Stadt, die zu ihrem Theater seit Jahren keine wirkliche Beziehung aufzubauen vermag, ein Kommen und Gehen von Intendanten, wie man es selten erlebt – das kann manche junge Ensemblemitglieder zum Überdenken ihrer Berufswahl bewegen (und hat es meines Wissens auch). Stefanie Reinsperger hat es Antrieb gegeben. Sie hat gearbeitet. Sie hat an sich gearbeitet. Sie hat sich nicht der Situation ergeben und lamentiert. Das gefällt mir an ihr. Und noch einiges andere.

Unsere erste Begegnung war keine. Sie wollte nicht wirklich reden mit mir. Natürlich dachte ich, es hätte mit dem Gastspiel unseres Theaters im Kleinen Haus des Düsseldorfer ...

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Theater heute Jahrbuch 2015
Rubrik: Die Spieler des Jahres, Seite 108
von Dusan David Parizek

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Wenn man sich ein Ensemble näher anschaut, sollte...

Uraufführungen

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Schnabeltassen 

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Totes Gebirge (Theater in der Josefstadt)

Werthers große Liebe. Oder schick mir die Pistole, Baby

(Theater Phönix)

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B

 

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