From outer space

Noah Haidle «Das beste aller möglichen Leben» (U) am Schauspiel Essen

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Naomi und East haben schon länger über Nachwuchs nachgedacht. Doch der Säugling, der vor ihrer Tür abgestellt wurde, ist eine ziemliche Her­ausforderung. Noch keine Stunde alt, bittet er seine Wahleltern, ihn Christopher zu nennen, Augenblicke später befindet er sich mit unbändigem Wissensdurst in der Pubertät, schreibt Gedichte und löst mathematische Gleichungen. Nach kurzem Hochgefühl («Ach, ich bin so voller Dankbarkeit und Glück») erkennt er jedoch, «dass das Leben aus Enttäuschungen besteht [...

] man kann nur hier und da auf eine Stunde hoffen, die einen vergessen lässt, dass kein Sinn darin liegt». Denn Naomi und East streiten ständig – sie ist tablettenabhängig, er alkoholkrank – und sind im Trott ihrer alltäglichen Verrichtungen gefangen. Vom schöngeistigen Jugendlichen mutiert er zum monströsen Erwachsenen, schreit nach Heroin und vergewaltigt seine Eltern. Nach einer Überdosis ist er jedoch geläutert und stirbt nach knapp zwei Lebensstunden als Gott preisender alter Mann.

«The light gleams an instant, then it’s night once more» – Christophers Turboleben setzt Becketts auf den Punkt gebrachtes Menschheitsdilemma aus «Warten auf Godot» gnadenlos um. Schnell, flüssig und ...

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Theater heute Dezember 2015
Rubrik: Chronik, Seite 66
von Natalie Bloch

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Daten

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17. Labiche, Das Sparschwein
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Festival I: Weicheier und Widerstand

Sie sind ein Bild unerschütterlicher Ruhe und Widerstandskraft: Die Kühe, die der japanische Theatermacher Akira Takayama auf schlammigen Weiden, 14 Kilometer vom Kernkraftwerk Fukushima entfernt, gefilmt hat. Dass sie noch leben, «verdanken» sie, wenn man so will, dem nuklearen Super-GAU im Jahr 2011. Ihr Fleisch ist als atomarer Sondermüll unverkäuflich, und...

Interpreten statt Autoren

Vorab eine Warnung oder auch Entwarnung: Daniel Kehlmann fehlt im Register dieses Buches und mit ihm alle neueren Kombattanten und Kombattantinnen der immergrünen Werktreue-Debatte rund um die Grenzen (und Entgrenzungen) der Regie-Allmacht. Also alle von Peter Stein und Andrea Breth bis, sagen wir, Jo­achim Lottmann.

Überhaupt widmet sich Jens Roselt in seiner...