Freiraum Theater!

Theater heute - Logo

Wer im Theater von Kunst redet, wird möglicherweise ein bisschen schief angeschaut. Man will ja nicht im Elfenbeinturm enden. Trotzdem muss es im Theater Freiräume geben, die andere Begegnungen, Arbeitsformen, Gedankenspiele und Utopien ermöglichen als im durchfunktionalisierten Alltag, das bezweifelt kein Theaterkünstler. Aber wie viel Freiraum bietet das deutschsprachige Theater noch? Eine Recherche

 

Freiraum Kunst?

 

Die Welt ist effizienter geworden im letzten Jahrzehnt – schneller, liberaler, marktwirtschaftlicher, profitorientierter.

Umso wichtiger werden Freiräume, die sich den Ansprüchen auf Vermarktung, der Forderung nach immer reibungsloserem Funktionieren entziehen. So ein Bereich ist die Kunst, auch die Kunst des Theaters.

Aber wie sieht es in der deutschsprachigen Theaterlandschaft tatsächlich aus – und wie bereitwillig folgt man dort gesellschaftlichen Imperativen, denen man besser widerstehen sollte? Dieses Jahrbuch betrachtet den Freiraum Theater – oder was davon noch übrig ist – aus verschiedenen Perspektiven.

Wiebke Puls hat eigentlich einen Traumjob: vielbeschäftigte Schauspielerin an den Münchner Kammerspielen, einer der besten Bühnen und in dieser Saison das ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Freiraum Theater!, Seite 4
von

Weitere Beiträge
Spieler des Jahres

Was haben die Schauspielerin, der Schauspieler und der Nachwuchsschauspieler des Jahres gemeinsam? Was verbindet Sandra Hüller, Steven Scharf und Risto Kübar? – Sie sind alle von den Münchner Kammerspielen. So ein Zufall. Aber vielleicht auch nicht

Der unendliche Kollaps

Einer kann nicht schlafen. Ein anderer hört die Stimme Gottes. Wieder ein anderer ruft die Polizei. Einer kann sich nicht erinnern. Ein anderer fragt, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Wieder ein anderer kennt keine Angst …

Nahezu endlos ließe sich diese Aufzählung von kleinen Handlungssequenzen fortführen. Denn das neue Stück der britischen Autorin Caryl Churchill,...

Im Wörterofen

Monothematisch und zeitlos, undurchsichtig und mythisch überhöht, quälend und hoffnungsvoll ist dieser Text von David Grossman, und er liegt somit alles andere als im Trend derzeit gebräuchlicher Autorenstücke. Sein Thema ist der Verlust eines geliebten Menschen, eines Kindes, und er zeigt Schmerz, Unglück und Angst der Hinterbliebenen. Der Autor lässt vieles im...