Werbung für Baustellenjobs in Hong Kong; Foto: Eva Behrendt
Freespace Baustelle
An Hong Konger Aussichten kann man sich nicht sattsehen. Von den Fenstern des Goethe-Instituts etwa schweift der Blick über das Hafenbecken zwischen Festland und Insel, die rund um die Uhr illuminierte Skyline der gegenüberliegenden Seite Kowloon und auf eine Großbaustelle direkt vor dem Haus, welches sich zwischen dem riesigen Convention Center zur Rechten und dem Bankenviertel zur Linken geradezu winzig ausmacht. Hong Kong wächst, und es wächst in der Regel vertikal.
Es wimmelt vor summenden, brummenden Baustellen und schwindelerregenden, handverknoteten Bambusgerüsten. Männer und Frauen in Kung-Fu-Posen werben auf Plakaten für Baustellenjobs: Sie sind die Helden dieser Stadt.
Eine Baustelle ist auch der Grund für diesen Kurzausflug in die Handelsmetropole, die seit zwanzig Jahren wieder zu «Mainland China» gehört, auch wenn sie sich, wenigstens auf dem Papier, weiterhin selbst verwaltet. Auf einer Halbinsel im Norden der Stadt entsteht seit einigen Jahren der West Kowloon Cultural District, ein Areal mit mehreren Theatern, einem Opernhaus und dem von Herzog & de Meuron entworfenen Kunstmuseum m+, sowie einem für Hong Kong extrem ungewöhnlichen «Freespace», auf dem nicht nur ...
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Theater heute November 2017
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Eva Behrendt
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