Ewald Palmetshofer: Die Verlorenen
Figuren:
Clara, die Verlorene
Harald, ihr Ex-Mann
Svenja, seine Frau
Florentin, Claras und Haralds Sohn, 13 Jahre alt
Mutter, Claras Mutter
Vater, Claras Vater
Tante, Claras Tante, Schwester ihrer Mutter
Kevin, ein junger Mann
Der alte Wolf, ein älterer Mann
Die Frau mit dem krummen Rücken, Angestellte an der Tankstelle und dort auch Kneipenwirtin
Der Mann mi
t der Trichterbrust, ein mittelalter Man
Anmerkungen
Orthographie und Interpunktion folgen rhythmischen und phonetischen Gesichtspunkten.
«/» bedeutet den direkten Anschluss der folgenden Replik. Das kann auch mitten in einem Wort stattfinden.
Der Text sollte eher schnell gesprochen werden. Die Zeilenumbrüche markieren auf keinen Fall Sprechpausen. Sie sind rhythmisch und als Unterteilungen von Denk-Einheiten zu verstehen. Sie sind keine Zäsur, um den nachfolgenden Text mit Pathos aufzuladen. Eine kurze Pause oder ein Rhythmuswechsel wird durch eine Leerzeile bzw. «-» am Zeilenanfang markiert.
Regieanweisungen geben Intentionen und Situationen wieder. Aus ihnen folgt zwangsweise kein «realistisches» Bühnenkonzept bzw. keine «realistische» Wiedergabe des Beschriebenen. Wesentlich sind die Absichten der Figuren, ihr Verweilen im konkreten ...
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Theater heute Dezember 2019
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von
Ein dicker, eiserner Haken in einer uralten Holzwand. Eine Handbreit daneben, gerahmt, ein altersfleckiger Stich: Trotzkopf Napoleon mit verschränkten Armen. Oder: Blick in einen alten Kleiderschrank, Biedermeier vermutlich, sorgsam ausgekleidet mit schwarz-weißem Schrankpapier. An den Innenseiten der Türen hängen, farblich sortiert, prächtige Seiden-Kravatten, auf...
Wer ist der Gott des Rausches und der Lust? In Jan Philipp Glogers Nürnberger Inszenierung ist Dionysos ein geschlechtlich undefinierbares Wesen, dem die prüde, brav-bürgerliche Gesellschaft nicht traut: Das Fremde ist perfide und trägt verschiedene schillernde Kostüme. Am Ende feiert eine queere Truppe fummel- und farbenfroh den Sieg über das konventionelle Denken...
Nein, keine besonderen Neuigkeiten. Wer sich durch das eindrucksvollste Zahlenwerk zum deutschen Theater, die gerade erschienene Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2017/2018 blättert, sieht auf den ersten Blick business as usual. Keine Abstürze, keine steilen Zuwächse. Der Motor brummt.
Auf den zweiten Blick brummt der Motor immer noch, allerdings...
