Die Wiederkehr des Immergleichen

Die 10. ARD-Hörspieltage: Dank Robert Wilson war die Bühnenprominenz auch live im Karlsruher ZKM

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Rund 100 Lichtstimmungen für etwa 70 Minuten Hörspiel? Das kann, selbst bei Aufzeichnung vor Publikum, keine gewöhn­liche Radioproduktion sein. War es auch nicht: Zum zehnjährigen Bestehen gönnten sich die ARD-Hörspieltage das Experiment, Robert Wilson zur ersten Hörspielarbeit seiner Laufbahn einzuladen.

Das bescherte dem seit 2006 im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) unter Federführung des SWR ausgerichteten Festival eine ungewohnte Präsenz an Bühnenprominenz: Neben Wilson selbst traten Isabelle Huppert, Angela Winkler und Jürgen Holtz auf, zudem wirkten Anna Graenzer vom BE und Wilsons Adoptivsohn Christopher Knowles mit. Da war selbst bei der Festivaleröffnung, bei der Bastian Pastewka mit u.a. Inga Busch ein verschollenes Francis-Durbridge-Hörspiel aufführte (mit geschätzten zwei Lichtstimmungen), die Publikumsschlange nicht länger.

Dass «Monsters of Grace II» als Konvolut mit Texten aus der Antike, der Klassik und der Moderne nicht ganz so barrierefrei daherkam wie besagte Durbridge-Nacht, war ebenso wenig über­raschend wie die visuelle Ebene im sofort erkenn­baren Wilson-Stil: Das Ensemble sitzt oder steht mit starren Gesichtern an weißen Tischen, wenn ...

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Theater heute Januar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Andreas Jüttner

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