Der Tod ist ein Irrtum

Iris Laufenberg über Henriette Dushe «lupus in fabula»

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Der Tod ist eine blöde Sau», sagt die mittlere Schwester in Henriette Dushes
«lupus in fabula». Doch die «blöde Sau» wird jeden ereilen, manchmal viel zu früh, oft spät am Ende eines langen Lebens. Die drei Schwestern in «lupus in fabula» trifft das Sterben des Vaters unvorbereitet in der Mitte ihres eigenen Lebens. Erst kommt der nahende Tod viel zu schnell, dann dauert das Sterben unerträglich lang, und am Ende wird es viel zu schnell gegangen sein.

Doch da er so oder so nicht wirklich auszuhalten ist, dieser Zwischenzustand, verarbeiten die drei Schwestern ihre eigene Gegenwart miteinander und aneinander vorbeiredend am Sterbebett des Kranken.

Die jüngste Tochter tröstet sich, selbst untröstlich in einer Lebenskrise gefangen, mit der Erkenntnis, dass «es jeden treffen wird», einschließlich sie selbst. Sie meint nicht den Tod, sondern die Tatsache, vom Geliebten betrogen worden zu sein. Die mittlere Tochter, gerade von der Geburt des ersten Kindes überwältigt, fabuliert sich in
eine eigene Kunstwelt, auf der Suche nach einer geeigneten Bühne, einer richtigen Jahreszeit, den passenden Fabeltieren. Sie fordert: «Ich brauche eine Form.» Die Älteste hat für die Betreuung des ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 168
von Iris Laufenberg

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