Der große Kommunikator

Peter Spuhler hinterlässt Heidelberg einen Theaterneubau und wenig Kunst

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Auf die Frage, ob er in Heidelberg länger als in Tübingen verweilen würde, meinte Peter Spuhler zu Beginn seiner Intendanz, das sei er schließlich seinem guten Ruf schuldig. Denn in Tübingen, der Station zuvor, war er nur drei Jahre geblieben. In Heidelberg sind es sechs Jahre geworden, und Spuhler muss nicht fürchten, als flatterhaft zu gelten, obwohl er weiterhin zu den schnellsten Intendanten Deutschlands zählt. Gerade erklimmt er die nächste Stufe auf der Baden-Württembergischen Karriereleiter und übernimmt das Karlsruher Staatstheater.



Man darf davon ausgehen, dass die Karls­ruher ihren neuen Intendanten bereits kennenlernen durften, ist er doch einer, der bedingungslos charmant das direkte Gespräch sucht. In Heidelberg war Peter Spuhler gerade wegen dieser Eigenschaft so erfolgreich. Bevor das neue Team startete, hatten sich die Kommune und das Theater auseinandergelebt. Nach sechs Jahren Spuhler-Intendanz und dessen unermüdlichem Dienst am Kunden ist die Beziehung wieder intakt. Mehr noch: Die Heidelberger lieben ihr Theater inzwischen so heftig, dass etwas mehr kritische Distanz und die Frage angebracht wäre, welche künstlerische Weichenstellung unter Umständen nicht mit ...

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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Bilanzen, Seite 69
von Jürgen Berger

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