Das finnische Pfund
Zum letzten Mal brachte ein Finne 2005 Glanz an die Ostsee. Das war Jari Litmanen, beim seinerzeit erstklassigen FC Hansa. Genutzt hat sein Engagement nichts, der Abstieg kam. Mittlerweile kämpft das Aushängeschild der Hansestadt in der zweiten Bundesliga um den Verbleib im Profifußball.
Abwärts ging es zuletzt auch mit dem Rostocker Volkstheater. Mit Tanz und Musiktheater sind zwei der vier Sparten des Hauses unter Druck geraten. Der Dauerstreit um die Finanzen (die Stadt beabsichtigt eine Kürzung der Zuschüsse von 7,8 auf 4,8 Mio.
Euro) eskalierte zu Saisonbeginn in der fristlosen Kündigung des Generalintendanten Steffen Piontek. Sein Nachfolger in der künstlerischen Leitung, der Dirigent Peter Leonhard, amtiert ebenso auf einem Kurzzeitvertrag wie die im Frühjahr 2008 berufene Schauspieldirektorin Anu Saari. Man harrt der baldigen Umwandlung des Theaters in eine GmbH und arrangiert sich einstweilen mit dem Provisorium: «Trotz der gravierenden Probleme sind wir eigentlich ein happy house», sagt der gebürtige Amerikaner Leonhard.
Internationaler soll es werden, auch quotenorientierter. Nach den Urlaubern greift man mit einem Sommerspektakel «Broadway» in den alten Werfthallen. Die ...
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Wenn ich nochmal jünger wäre», sagte die damals 52-jährige Gisela Stein 1987 in einem «Theater heute»-Gespräch, «hätte ich versucht, mich zu einer Anarchistin auszubilden», um «diese Gesellschaft, die sich selbst so toll findet in ihrem eigenen Saft», noch anders aufzumischen. Sie sprach auch von ihren Kriterien: «Die Sehnsucht, etwas zu entdecken anhand von...
Diese Münchner Kammerspiele, wie sie sich in den beiden letzten Produktionen der Spielzeit zeigen, wird Intendant Frank Baumbauer mit Sicherheit nur sehr schweren Herzens verlassen. Mit Luk Percevals Adaption des Fallada-Romans «Kleiner Mann – was nun?» und Herbert Achternbuschs «Susn» (Regie: Thomas Ostermeier) hat das Theater seinem scheidenden Chef zwei...
Ein Ausrufezeichen warnt: Ab 18 Jahren! Furchterregend auch, wie der Kollege der «Frankfurter Rundschau» seinen Premierenbericht aus Signas neuestem Paralleluniversum überschrieb: «Frauen treten». Will man das? Schwer verschüchtert betritt frau zwei Wochen später den Spielort, eine «berüchtigte» Travestie-Bar am Kölner Heumarkt, die vor einem Jahr geschlossen...
