Carmen Disruption
Personen
Die Sängerin – dreißig plus
Carmen – männlich – zwanzig plus
Don José – weiblich – fünfzig plus
Micaela – weiblich – knapp zwanzig
Escamillo – männlich – vierzig plus
Ein Chor
Dieses Stück folgt in seiner Struktur der 1875 entstandenen Oper Carmen von George Bizet.
Seine Entstehung hat mein Freund und Kollege Sebastian Nübling provoziert.
Geprägt ist es von ausführlichen Gesprächen mit der Mezzosopranistin Rinat Shaham.
Ich bin ihr für ihre Großzügigkeit, die mir gewährten Einblicke und ihre Offenheit
zu großem Dank verpflichtet.
Anmerkung der Übersetzerin: Die Zitate aus Virginia Woolfs «Mrs. Dalloway»
wurden der deutschen Übersetzung von Hans-Christian Oeser entnommen, erschienen 2012
bei Philipp Reclam Junior in Stuttgart.
Die Sängerin Eine Reihe Taxis wird vor dem Opernhaus warten.
Drei Frauen werden aus den Büros in dem schönen alten Gebäude kommen, auf der anderen Seite des Platzes, wo ich stehen werde. Sie werden Zigaretten rauchen, und sie werden einander unterhaken, und sie werden singen. Ich werde das Lied, das sie singen, nicht hören können.
Zwei Polizisten werden an der Ecke vom Platz stehen und die Frauen beobachten, und sie werden ihnen Gute ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Mai 2014
Rubrik: Das Stück, Seite 99
von Simon Stephens
Eva Behrendt Friedrich Liechtenstein, Sie sind in Windeseile zum Internet-Popstar aufgestiegen. Den Werbespot für eine bekannte Supermarktkette, für den Sie sich und den Musiktrack «Supergeil» (Der Tourist featuring Friedrich Liechtenstein) zur Verfügung gestellt haben, haben über zehn Millionen gesehen. Nur ein Bruchteil der Leute dürfte allerdings wissen, dass...
In Yer Face
Sibylle Bergs «Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen» im Berliner Gorki Theater
Ich gestehe es freimütig: Die Aussicht, im Maxim-Gorki-Theater künftig «postmigrantisches» Theater geboten zu bekommen, hatte mich nicht gerade veranlasst, vor Freude auf dem Tisch zu tanzen. Dinge, die die Silbe «post» im Namen tragen, haben sich bei näherer Betrachtung...
Wenn einer einen anderen erschießt, kann das quälend lange dauern. Vor allem dann, wenn der Erschossene von derselben Person gespielt wird wie der Mörder. Immer wieder tauscht Schauspieler Meinolf Steiner sein blaues Sakko gegen den Smoking nebst Fliege aus, spricht zwei Sätze, und die Umziehorgie beginnt von vorne. Bis zum finalen Abdrücken und zu Boden Sinken des...
