Barock und Bauhaus

Heidelberg hat sich ein neues Theater geleistet. Es löst fast alle Raumprobleme. Fast.

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Es gibt Baugeschichten wie in Hamburg und Stuttgart, wo man eine Elbphilharmonie und ein saniertes Schauspielhaus wollte, bis heute aber nur auf Baustellen verweisen kann. Dass es auch anders geht, sieht man derzeit in Heidelberg. Dort wurde der Neubau eines Theaters in der veranschlagten Zeit und im Kostenbudget durchgeführt. Und das, obwohl alles mit einer peinlichen Meldung begann. Das altehrwürdige Theater müsse wegen katastrophaler technischer und hygienischer Mängel geschlossen werden, hieß es 2006. Man hatte zu lange weggesehen und geleugnet, dass eine Sanierung anstand.

Nach der Katastrophenmeldung ging dann aber alles zügig voran.

Die Stadt nahm Abschied vom verschachtelten Ensemble verschiedener Häuser mitten in der Altstadt. Man ließ nur die denkmalgeschützten Gebäude stehen, baute neu und leistete sich on top eine neue Spielstätte. Interessanterweise wurde auch die Finanzierungsfrage schnell gelöst. Aufgrund der ausgeweiteten Planung, die das Theater fit für die nächsten dreißig Jahre machen soll, verdoppelte sich die Bausumme zwar. Peter Spuhler, der inzwischen nach Karlsruhe gewechselte beste Marketingstratege seines jeweiligen Theaters, konnte die Heidelberger ...

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Theater heute Dezember 2012
Rubrik: Magazin: Theaterneubau, Seite 63
von Jürgen Berger

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