Ausstellung: Rainer Werner Fassbinder

Gegen die Gesellschaft, für das Theater: Das Deutsche Theatermuseum in München würdigt Rainer Werner Fassbinders Theaterschaffen

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Es ist vor allem seine Art zu sprechen, die in Erinnerung bleibt: weich und so freundlich, dass die Stimme heller wirkt, als sie ist, dazu der spezifisch münchnerische Einschlag. Rainer Werner Fassbinder erklärt politisch reflektiert, unprätentiös und so gar nicht enfant-terriblehaft, etwa, dass «antiteater», der Name seiner zweiten Truppe in München, «für eine kritische Haltung zur Gesellschaft stand», nie aber, wie oft falsch interpretiert, zum Theater selbst.

Die kurzen Ausschnitte aus Interviews der Journalistin Corinna Brocher aus dem Jahr 1973 bilden ein lebendiges Kernstück der Ausstellung «Rainer Werner Fassbinder. THEATER». Darin rückt das Deutsche Theatermuseum nun, zum dreißigsten Todestag des legendären Film-Erneuerers und Tabubrechers, erstmals dessen wenig erforschte Bühnenarbeiten ins Rampenlicht. Als begleitende Publikation dient David Barnetts «Theater als Provokation» (vgl. TH 06/2012).

Jahrmarktorgelhafte Klänge aus einer alten Jukebox empfangen die Besucher, Musikstücke, die Peer Raben zu RWF-Filmen, -Stücken und -Hörspielen komponierte. Daneben leuchten auf zwei Spielautomaten – immer bei ‹drei Richtigen› – die Biografien der anderen aus dem Fassbinder-Clan ...

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Theater heute Juli 2012
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Cornelia Fiedler

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