Florian Malzacher/Joanna Warsza: «Empty Stages, Crowded Flats - Performativity as curatorial strategy - Performing Urgency #4», Alexander Verlag Berlin, 176 Seiten, 14.90 Euro
Ausgesprochen bodenständig
Kaum ein Begriff sei in den vergangenen Jahren so inflationär ge- und gern auch mal missbraucht worden wie der Terminus «performativ», stellen Florian Malzacher und Joanna Warsza zu Beginn des von ihnen herausgegebenen Buches «Empty Stages, Crowded Flats – Performativity as Curational Strategy» fest. Und geben – als kuratorisch praktizierende Betroffene mit entsprechendem Theorie-Background – erst mal ihrem Begriffsschärfungsbedürfnis nach, um dann, in einem zweiten Schritt, die eigens präzisierte Theorie des Performativen auf die Praxis des Kuratierens anzuwenden.
Denn beide Kategorien zusammenzudenken setze, so Malzacher, ein bis dato «weitgehend vernachlässigtes Potenzial» frei, an dessen Ende – in aller Kürze – der gelungene kuratorische Akt quasi selbst als performativer steht: als diskursive Praxis einer politisch-partizipativen, realitätsintervenierenden Kunst auf der Höhe der Zeit sozusagen.
Aber der Reihe nach. Mit 20 entsprechenden «Case Studies» – auf jeweils sechs Seiten umrissenen kuratorischen Fallbeispielen aus den Jahren 1969 bis 2016 – wappnet sich der englischsprachige Band, der als vierter und letzter gleichzeitig die von Malzacher herausgegebene Reihe ...
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Theater heute Dezember 2017
Rubrik: Bücher (12 17), Seite 53
von Christine Wahl
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