Aufführungen

Die interessantesten Premieren zum Saisonstart, ausgewählt von der «Theater heute»-Redaktion

Theater heute - Logo

Die neue Spielzeit beginnt traditionsgemäß mit den ganz großen Brocken. Gerne auch inszeniert von den Hausherren und -frauen unserer Theater persönlich: So importiert Volksbühnen-Chef Frank Castorf seine Moskauer Tschechow-Kombi aus «Drei Schwestern» und die «Die Bauern» nach Berlin, wo ihm Dimiter Gotscheff zur Saisoneröffnung mit einer «Chinesin» nach Godards gleichnamigem Film zur Seite steht. Armin Petras tritt am Maxim Gorki Theater nur als Autor in Erscheinung mit einer Grass-Bearbeitung, «Die Blechtrommel», die ihm Jan Bosse inszeniert.

In Düsseldorf, Moers und Senftenberg steht ebenfalls Tschechow auf der Chef-Agenda: Amélie Niermeyer wendet sich der «Möwe» zu, Ulrich Greb lustwandelt im «Kirschgarten» und Sewan Latchinian fühlt mit den «Drei Schwestern». Am Stuttgarter Staatstheater stemmt Hasko Weber Heiner Müllers «Bau», am Wiener Burgtheater Matthias Hartmann Racines «Phädra», auf dem Fuße gefolgt von Stephan Kimmig, der Grillparzers unglückselige «Jüdin von Toledo» wiederbelebt. In Zürich begibt sich Hausherrin Barbara Frey in Marieluise Fleißers «Fegefeuer in Ingolstadt», einen Tag später bedauert dort Stefan Pucher Arthur Millers «Tod eines Handlungsreisenden». Von ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute August / September 2010
Rubrik: Service, Seite 80
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Da staunt das Volk

Es hat sich rumgesprochen, dass hier kein Dorf- oder Bauerntheater gespielt wird. In Oberammergau, dem Vollbartkurort am Fuß des Felsgebirgs, sind ausgefuchste Profis an der Arbeit, jeder Rauschebart und jedes Dirndl waschechte Künstler von Geburt an, egal, ob sie die weltberühmten Holzfiguren schnitzen, ihre breitärschigen Hotel- und Bauernhausfassaden mit bunten...

Heimspiel: Expeditionen ins Eingemachte

Fast ist es schon ein neues Genre, zumindest aber eine Erfolgsstory: das Stadt­projekt. Jedes deutsche Stadttheater, das etwas auf sich hält, machte sich in den letzten Jahren daran, die eigene Kommune und dabei besonders gern den Problem-Kiez unter die Lupe zu nehmen und auf schlummerndes dramatisches Potenzial hin abzuklopfen. Das bringt Bewegung ins...

Das Prinzip für die ganze Gesellschaft

Wenn man sich eines Tages fragen wird, wann genau um die Wende zum 21. Jahrhundert die systematische Suche nach einer Neubestimmung des Stadttheaters in Deutschland begonnen hat, wird man neben vielen anregenden Impulsen vor allem zwei sehr unterschiedliche Initiale nennen müssen: Das «Bunnyhill»-Projekt der Münchner Kammerspiele und die Auflage des Heimspiel-Fonds...