Theatertreffen 2011
Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin schickt Hauptmanns «Der Biberpelz», inszeniert von Herbert Fritsch, der auch Ibsens ebenfalls eingeladene «Nora» aus dem Theater Oberhausen verantwortet. Weiter nominiert ist vom Dresdner Staatsschauspiel Roger Vontobels «Don Carlos»-Inszenierung.
Der dritte bisher noch nie zum TT geladene Regisseur ist Nurkan Erpulat mit «Verrücktes Blut» aus dem Berliner Ballhaus Naunynstraße; der/die vierte das Performerkollektiv She She Pop mit ihrer «Lear»-Überschreibung «Das Testament», einer Koproduktion von HAU/ Berlin, Kampnagel/Hamburg und FFT/Düsseldorf. Zwei Gastspiele steuert das Schauspiel Köln bei mit Karin Henkels Tschechow-Inszenierung «Der Kirschgarten» und Karin Beiers Elfriede-Jelinek-Trilogie «Das Werk / Im Bus / Ein Sturz». Das Schauspiel Zürich sendet Arthur Millers «Tod eines Handlungsreisenden», Regie Stefan Pucher, und aus dem Wiener Akademietheater reist Kathrin Rögglas «Die Beteiligten» an, in der Regie von Stefan Bachmann. Zum Festival-Abschluss wird noch einmal Christoph Schlingensiefs Vermächtnis «Via Intolleranza II» zu sehen sein.
Das Theatertreffen 2011 findet vom 6. bis 22. Mai in Berlin statt.
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Theater heute März 2011
Rubrik: Magazin, Seite 60
von
Der 20. Todestag des polnischen Regisseurs, Malers und Theoretikers Tadeusz Kantor am 8. Dezember 2010 wurde wie in allen Jahren davor begangen: In der ulica Kanonicza 5, vor dem Kantor-Archiv, schulterte der Schauspieler Jan Ksiazek einen riesengroßen Rucksack und trug zwei Koffer, die er in der Aufführung von Witkacys «Wasserhuhn» (1967) getragen hatte. Auf...
Fast portalbreit und himmelhoch ist die steile Treppe, die Olaf Altmann für Hauptmanns «Die Weber» ins Deutsche Theater getürmt hat. Ein monumentaler Bau in vollkommener Regelmäßigkeit: vier Abteilungen in der Breite, drei in der Höhe, dazwischen zwei kurze Absätze. Ein bisschen sieht sie aus wie eine raumhohe Bücherwand – und so wird sie auch bespielt. Die...
Bleiben oder gehen? Im Angesicht der Mauer konnte das eine Frage auf Leben und Tod sein. In Anne Habermehls «Narbengelände» ist es auch eine Generationsfrage: Marie und Marc treibt im Februar 1989 in den Wäldern rund um Gera die vitale Überspanntheit 17-Jähriger, die in jeder Hinsicht von Entgrenzung träumen; Maries Eltern, ein knurriges altes Paar zwischen...
