Ich und ich und du und andere

Amélie Niermeyer beginnt ihre Intendanz am Düsseldorfer Schauspielhaus mit einem Multiplex-Spielplan aus Shakespeare, Tschechow, Sartre, Canetti, Röggla und – dem «Kapital»

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Ich und Ich» – das Motto soll Einheit in der Vielfalt stiften. Amélie Niermeyers erste Spielzeit setzt auf Vielfalt – acht Premieren in den ersten zwei Monaten, und 20 weitere sollen folgen. Das Düsseldorfer Schauspielhaus als Monopolist des subventionierten Theaters in der Stadt habe die Verpflichtung zum Pluralismus, meint sie. Das stellt sie ganz in die Tradition der letzten Intendanten des Hauses.

Auch Günter Beelitz, Volker Canaris und Anna Badora haben vielen Vieles geboten und dann Mühe gehabt, dem großen Tanker Schauspielhaus eine Richtung, der Institution ein für die Stadt erkennbares Profil zu geben. Als regieführende Intendantin hat Amélie Niermeyer noch einmal die Chance, die ihre Vorgängerin nicht nutzen konnte: das Haus durch eigene Inszenierungen auch ästhetisch zu prägen. 

Aber zunächst will sie die Stadt erobern mit einer in einem Vorbereitungsjahr intensiv geplanten, breit angelegten Offensive. Eine zirzensische Eröffnung auf dem Gründgens-Platz, Diskussionsveranstaltungen, jede Menge Projekte und Auftragsarbeiten, ein Theaterlabor für junge Autoren, Kooperationen mit Kulturinstitutionen und Unternehmen der Stadt, eine weitere Spielstätte (das «Central», eine Art ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Start Düsseldorf, Seite 34
von Gerhard Preußer

Vergriffen
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