«Es gibt eine ansteckende Intelligenz»

Ein Gespräch mit Heiner Goebbels, dem neuen Intendant der Ruhrtriennale, über sein erstes «International Festival of the Arts»

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Andreas Wilink Die Ruhrtriennale ist ein Festival ohne Krawattenzwang. Besitzen Sie eigentlich eine Krawatte?
Heiner Goebbels Nein, ich habe immer wieder erfolglos Anläufe gemacht – ich glaube, zur Kommunion den ersten, dann noch mal, gelegentlich. Inzwischen besitze ich keine mehr. Aber mit der Metapher verbindet sich wohl die Frage, ob man zur Ruhrtriennale hingeht, weil man dabei gewesen sein muss, oder ob man sich für etwas interessiert, von dem man vorher nicht genau weiß, wie es aussieht.

Da bin ich zuversichtlich: Auf ein neugieriges Publikum können wir bauen.
Wilink Die Politik in Nordrhein-Westfalen hatte sich bei der Planung des Festivals eine Art Salzburg an der Ruhr gewünscht. Bekommen hat sie, initiiert durch Gerard Mortier als Grün­dungs­intendanten, ein Gegen-Salzburg, vom Gedanken her anti-repräsentativ. Man macht hier Kunst sozusagen mit einem Buch von Ralf Roth­mann unterm Arm als Ausdruck eines robust sensiblen Realitätssinns. Wie sehr bestimmt die Landschaft, deren Geschichte und Bewusstsein – industrielles Erbe, Arbeitermilieu, zergliederte Stadtlandschaft – die Triennale?
Goebbels Man kann den Begriff der Anti-Repräsentation noch weiter denken und auf das ...

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Theater heute Juli 2012
Rubrik: Akteure, Seite 40
von Andreas wilink

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