Schleich di, Fremder!
Stimmt schon, Joseph Roths «Hiob» ist ein beeindruckender Roman: Wie er auf knappen 150 Seiten die Geschichte Mendel Singers episch ausbreitet, eines armen russischen Juden und Bibellehrers, auf den diverse Schicksalsschläge solange niederprasseln, bis er Gott abschwört und erst von allen verlassen seinen Glauben wiederfindet.
Wie Roth mit alttestamentarischer Sprachkraft die Welt des chassidischen Stetl aufblättert, wo Mendel ein schwachsinnig epileptischer Sohn geboren wird, dann die zwei gesunden Söhne zur Zarenarmee gezogen werden, schließlich einer nach Amerika fliehen kann, während die einzige Tochter sich reichlich mannstoll mit den Kosaken der nahe gelegenen Garnison in den umliegenden Kornfeldern vergnügt. Wie die Familie, um der Schande zu entgehen, nach New York emigriert, dabei den behinderten Menuchim zurücklassen muss, und wie sich ein kurzer, trügerischer Wohlstand ausbreitet, bis der Erste Weltkrieg ausbricht, Mendels Sohn fällt, die Mutter vor Gram stirbt, die erotisch überlastete Tochter wahnsinnig wird, schließlich der verwahrloste alte Mendel seine geheiligten Gebetsriemen vermietet. Und wie zuletzt als große dramatische Apotheose der tot geglaubte Krüppel ...
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Das Jahr 2175 wird niemand herbeisehnen, jedenfalls wenn es nach Anja Hilling geht. Ihr Science-Fiction-Szenario entwirft eine Welt nach der Klimakatastrophe, in der sich keiner ungestraft der frischen Luft aussetzt und jeder Sonnenanbeter bei lebendigem Leib gegrillt würde. Stattdessen behilft man sich mit bescheidenen Innenwelten: Eine Spezialfirma bietet...
Schweindi Sei doch nicht so streng, Hasi, was soll denn unser Sohn über die Welt denken, wenn er das hört. Wir sind doch Familienmenschen, eine richtig einheimische Familie. Wir sind gefühlvolle Menschen und müssen die Worte nachsichtig einsetzen.
Hasi Da muss unserem Familienoberhaupt aber einmal das Schwänzchen himmelwärts aufsteigen, sonst ist es Essig mit den...
«Sie war nicht der Kumpeltyp», bestätigt auch Jaecki Schwarz, Gröllmanns Partner in diversen DEFA- und Nachwende-TV-Produktionen, bevor sein Kollege Hermann Beyer das Sujet in abstraktere Gefilde hebt: «Richtung Romy Schneider, würd’ ich denken.» Es ist dann an Michael Gwisdek, das Spektrum noch ein wenig zu erweitern: «Monroe, Deneuve – das war Jenny in der DDR.»...
