Die große Flucht
Das vergangene Isra-Drama-Festival, die jährliche Leistungs- und Verkaufsschau der israelischen Theaterszene für Regisseure, Dramaturgen, Intendanten und Literaturagenten aus der ganzen Welt, wäre fast ausgefallen. Der Nahostkonflikt war in eine neue Phase getreten. Selbstmordanschläge erschütterten das Land, die Hamas schoss Mittelstreckenraketen auf israelische Siedlungen, eine davon erreichte zum ersten Mal in der Geschichte die bis dahin sicher geltende Mittelmeermetropole Tel Aviv.
Benjamin Netanjahu, dessen Wiederwahl im Januar auf dem Spiel stand, schoss zurück und machte das Land für den nächsten Krieg mobil.
Doch die Probleme für Avishai Milstein, den Direktor des das Festival ausrichtenden Hanoch Levin Instituts, hörten auch nicht auf, nachdem der Waffenstillstand ausgerufen worden war und feststand, dass die Veranstaltung eine Woche später stattfinden könnte. Mitarbeiter des Instituts, die gegen die umstrittene israelische Siedlungspolitik kämpfen, infiltrierten in einer konzertierten Aktion seinen Emailverteiler und schickten warnende Bitten an die Teilnehmer des Festivals, ihr Kommen zu überdenken. Das Cameri Theater, dem das Institut angegliedert ist, hatte vor zwei ...
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Theater heute Februar 2013
Rubrik: Ausland, Seite 40
von Daniel Schreiber
Bora Bora, gleich bei Tahiti, war seine Lieblingsinsel, Bombays Bordellviertel faszinierte ihn – dieser rot-gold-glosende Rausch aus Gerüchen, Lüsten und Farborgien; er tauchte weit hinab in den Prunk der Tiefsee (unter Larven die einzig fühlende Brust) und stiefelte rauf zum Himalaja: «Schon als junger Mann wollte ich den Nanga Parbat sehen – es ist mir gelungen!»
...Die Bühne der «Great Mongolian Show» steht seit geraumer Zeit verlassen. Neben der verblassten Leinwand-Steppe haben es sich die drei dazugehörigen Mongolen mit einem Fläschchen Sekt gemütlich gemacht und trotzen jedweder Erwartungshaltung des Publikums aufs Entspannteste. «Gebt den Anderen doch auch mal die Chips!», sagt die Mongolin schließlich. Mit...
Man meint, diese Neumanns schon mal gesehen zu haben. Es war in den 1970er Jahren, als die Familie Klimbim unterwegs war, die deutsche Urmutter aller seriellen Sitcoms. Am frischesten ist die Erinnerung an die Tochter der Chaosfamilie: Ingrid Steeger, die heute von Hartz IV leben soll und zu Protokoll gibt, die Männer hätten sie wie eine Weihnachtsgans...
