Lied der Dienstpistole

Katharina Gerickes «Vom Fluss» in Dresden

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Ein Lagerfeuer in der Bühnenmitte. Abiturienten tanzen, angeheizt von einem Akkordeonspieler mit russischem Soldatenkäppi. Rechts stehen massige Pfeiler im Bogen bis zur Hinterbühne. Gedämpftes Licht. Einen Vorhof zur Unterwelt – halb Kanalisation, halb Flussbett – hat Stefan Heyne auf die Bühne des Staatsschauspiels gebaut. An ihrem äußeren Rand hängt eine Messlatte. Statt Pegelständen zeigt sie die Jahre an, in denen sich das Drama «Vom Fluss» vollzieht: 1959, 1988, 1999.

Das zielt haarscharf vorbei an markanten Geschichtsdaten und darf also als ein Versprechen gelten, mal etwas mehr zu zeigen als die üblichen Konfliktstellen aus der DDR-Vergangenheit? 

 

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Theater heute Dezember 2005
Rubrik: Neue Stücke, Seite 53
von Christian Rakow

Vergriffen
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