Notizen
Basel
Man erinnert sich: Schon beim Weggang von Frank Baumbauer vor über zehn Jahren hat die Stadt Basel das Theaterbudget massiv gekürzt. Nach dem Abschied von Michael Schindhelm steht Ähnliches an. Dessen Nachfolger Georges Delnon, derzeit noch Mainz, hat sich mit einem Sparbeschluss von 1,9 Millionen Euro jährlich herumzuschlagen und war schon zuversichtlich, mit nur 1,3 Millionen weniger wirtschaften zu müssen. Allerdings hat seit Delnons Berufung die Kantonsregierung gewechselt, und die neue rot-grüne Koalition lässt nicht mehr mit sich rechnen.
Aber noch müssen die Sparpläne parlamentarisch abgesegnet werden – und vielleicht erzwingen die theaterfrohen Basler, die schon ein neues Schauspielhaus privat entscheidend finanziert haben, ein Referendum. Und ganz vielleicht ein kleines Wunder.
Boulevard
Wenn ein Theater derzeit vor Subventionskürzungen sicher ist und keine Angst vor der Zukunft haben muss, dann doch eines, das gar keine Subventionen empfängt. Dachte man, bis gestern. Dann kam die Deutsche Bank, deren Immobilienfonds gerade unter schwerer Schlagseite leidet, und hat den privat geführten Berliner Woelffer-Bühnen zum Jahresende gekündigt. Eine neue ...
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Die Dramaturgie ist von klassischer Schönheit: Auf eine gemütliche Introduktion (Einführung der Protagonisten, Ensemblebildung, Problemexposition) folgen sukzessive Zuspitzung, erste Konflikte, Beschleunigung des Tempos bis zum Crescendo, Peripetie, schließlich Showdown und Resultat. Danach die Kritik.
Das Stück heißt: «Zehn Mal bemerkenswert!» Die Protagonisten,...
Keinem deutschen Theatermann wurden nach Max Reinhardt und Bertolt Brecht so viele Bücher, Studien, Bildbände, Ausstellungen und Filmporträts gewidmet wie Gustaf Gründgens. Ob als Snob, zwielichtiger Ganove, disziplinierter Staatsintendant, mephistophelischer Anarch beim Tanz auf dem Vulkan, fürsorglicher Ensemblechef – alles Schillernde verwandelte sich in...
