«Das würde ich als Utopie bezeichnen»
Klaus kann eine ganz große Demut vor anderen Leuten haben, vor Werken anderer Menschen, vor künstlerischen Hervorbringungen, nicht nur vor solchen, die Jahrtausende zurückliegen, sondern auch von denen von Zeitgenossen. Unter all dem liegen die poetischen Ströme und Räume von Klaus. Das ist es, was einen wie mich am allermeisten zu ihm hinzieht. Auch das ist schwer zu definieren. Es fällt mir auf, dass Klaus der einzige Mensch ist, mit dem ich längere Zeit gearbeitet habe und nie, nie das Bedürfnis hatte, hinter sein Geheimnis zu kommen.
Ich war immer sehr gern mit Klaus zusammen, auch mit seiner physischen Gegenwart. Ich mag seinen Körper, ich mag seine Tischmanieren, ich mag seine Art, jemanden anzusehen, ich mag seine grundsätzliche Höflichkeit Menschen gegenüber, bis sie sich als Feinde herausstellen. Dann kann er auch sehr bestimmt werden, aber auch da ist er nie in einer kleinlichen Weise verletzend. Er kann steil und hart werden, weil er auch ein stolzer Mensch ist.
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In den «Bakchen» wurden die Fußböden aufgerissen und ein Mann herausgezogen. Dieses Bild ist für mich ein sehr Grüberscher Vorgang. Es hängt mit dem Begriffspaar von Nähe und Ferne oder Verbergen und ...
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Theater heute April 2019
Rubrik: Nachruf Bruno Ganz, Seite 12
von
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