Regensburg: Mitleid mit Maxe
So plump und doof können das Frauen den Männern mit Sicherheit nicht nachmachen. Was da an Stammtischen oder in sonstigen nur dem starken Geschlecht vorbehaltenen Reservaten von der einen Hälfte der Menschheit über die andere schwadroniert und unter beibehaltener Ausschaltung jeglicher Gehirntätigkeit gelallt wird, geht nun wirklich auf kein gegerbtes Leder.
Von dem aber wird gezogen, wenn Männer über Frauen «reden«, was gleichbedeutend ist mit: über sie herzuziehen, sie auf primäre Geschlechtsmerkmale zu reduzieren, Jagdfieber und Beuteschema zu erläutern und recht eigentlich den strammen Maxe raushängen zu lassen.
Der britische Autor und Performer Gary McNair hat mal all den Schwachsinn aus den Tiefgründen männlicher Konversationskunst gesammelt (hundert Stunden Roh-Material standen zur Verfügung!) und sie zu einem haarsträubenden Sampler der niedersten sexistischen Gruppendynamik gebündelt. Denn tatsächlich fühlen sich die Starken nur unter ihresgleichen wirklich stark; nur wenn sie prahlen können, vermögen sie ihr Selbstbewusstsein, das in der Wirklichkeit vielleicht angeknackst und emanzipatorisch geächtet sein mag, auszuspielen. «Locker room talk» ist der Fachausdruck für ...
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Theater heute April 2019
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Bernd Noack
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Schiller, Wallensteins Lager, Prolog
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