Das Prinzip für die ganze Gesellschaft
Wenn man sich eines Tages fragen wird, wann genau um die Wende zum 21. Jahrhundert die systematische Suche nach einer Neubestimmung des Stadttheaters in Deutschland begonnen hat, wird man neben vielen anregenden Impulsen vor allem zwei sehr unterschiedliche Initiale nennen müssen: Das «Bunnyhill»-Projekt der Münchner Kammerspiele und die Auflage des Heimspiel-Fonds der Bundeskulturstiftung.
In der Folge dieser Initiativen haben für eine zunehmende Zahl von Stadttheatern folgende Fragen an Bedeutung gewonnen: Wie entwickelt sich das Verhältnis von Stadt und Theater? Wie kann das Stadttheater auf die sich abzeichnenden sozialen, demografischen und politischen Veränderungen reagieren? Wie kann es sein Stammpublikum für die künstlerisch innovative Beschäftigung mit den Folgen dieser Veränderungen interessieren und zugleich neue Zuschauer/Teilnehmer gewinnen? Wie kann es seinen Auftrag als «das» Theater der Stadt in einer sich rasant verändernden Medien-Welt neu definieren? Welchen Anteil haben kulturelle Bildung, Identitätsstiftung, Kritik, Kontakt mit dem kulturellen Erbe und Selbstreflexion einer demokratischen Bürgergesellschaft an einem Stadttheater der Zukunft?
Als um die Wende ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute August / September 2010
Rubrik: Debatte, Seite 38
von Barbara Mundel, Josef Mackert
Fernsehen
Sonntag, 1.8.
18.05, 3sat: Thomas Hürlimann – Die Schweiz und das Schweizersein
Montag, 2.8.
19.00, Theaterkanal: RuhrKultur – Theaterlandschaften: Schauspiel Essen – vorgestellt von Esther Schweins. Ein Film von Dag Freyer 19.30, Theaterkanal: RuhrKultur: Jutta Wachowiak und Günter Lamprecht im Gespräch 23.55, Theaterkanal: Dunkel lockende Welt – von...
Die Soldaten verschnarchen das Schönste. In Unterhemden und Hosenträgern liegen sie in einer Nische des Basler Schauspielhauses, ein Knäuel eidgenössischer Landser auf Gefechtspause, da springt ein massiger Offizier auf die abschüssigen Planken und trällert ein Mundartliedli. Ein wunderlicher Anblick ist das, denn der Offizier hat schwarze Hautfarbe, trägt...
Die Beatgeneration – zur Erinnerung: Das war die, die in «der schlechtesten der Welten» ein «glückseliges Leben» führen wollte –, die «Beatniks» also, die vor etwa 50 Jahren das Establishment literarisch ver- und sich selber dabei gleich physisch zerstörten, feiern so eine Art Auferstehung. Sowohl als Original als auch als Plagiat: Auf dem Buchmarkt wird...
