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Hamburger zu Land, zu Wasser und in der Luft: Thomas Manns «Buddenbrooks» und Iwan Wyrypajews «Sauerstoff» am Thalia, Igor Bauersimas «Oh, die See» im Deutschen Schauspielhaus

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Wir Deutschen lieben die Buddenbrooks. Angeblich sei es unser tollster Roman, haben irgendwelche Demoskopen berechnet. Dabei geht es in diesem Buch doch neben der langatmigen Beschreibung von Backenbärten, Tapeten, Vatermördern, Salons, Überziehern, Händen und Büffets im Kern um das Versagen der materialistischen Denkungsart, also um das Scheitern unseres kapitalistischen Systems.

Denn erzählt dieser Roman nicht sehr präzise, wie das Streben nach Wohlstand die Menschen so deformiert, dass sie aus emotionaler Unfähigkeit schließlich auch ökonomisch scheitern? Und das soll des Deutschen Lieblingsbuch sein, bei nur 0,9 Prozent Wachstum und dauerndem Gejammer?

Und dass man den Schinken von 1901 jetzt wieder hervorholt und fürs Theater adaptiert, gerade als der Mittelstand und die Familienunternehmen in schöner Eintracht zwischen Regierung, Wirtschafts­blättern und Globalisierungsgegnern zu den Lichtgestalten des Kapitalismus gegen die Hedge-Fonds-Heuschrecken erkoren wurden, ist auch nicht fair. Die letzte Hoffnung eines humanen Wirtschaftshandelns, die verantwortlich tätige Unternehmer­persönlichkeit, darf gerade jetzt nicht als aussichtsloses Modell demaskiert werden, wie Thomas Mann ...

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Theater heute Februar 2006
Rubrik: Aufführungen, Seite 8
von Till Briegleb

Vergriffen
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Frisch gestrichen!

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Vom Zerschmettern der Diamanten

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