Science-Fick-dich
Die schönen Tage von Middlesbrough sind längst vorbei. Im 19. Jahrhundert galt die Stadt im Nordosten Englands als Eldorado der Eisen- und Stahlindustrie. Danach ging es mit ihr bergab. Dem wirtschaftlichen Niedergang folgte der soziale. 2007 kam «Ironopolis» als «worst place to live in the UK» in die Schlagzeilen. Heute bricht Middlesbrough nur noch Negativrekorde: miese Löhne, schlechte Bildung, hohe Kriminalität, Alkohol-und Drogenmissbrauch. Jeder fünfte lebt mittlerweile von der Sozialhilfe. Und sogar der Smog ist hier gesundheitsschädlicher. Wer es schafft, zieht weg.
Wer bleibt, hat Pech gehabt. Hier spielt «Brilliant Adventures», das 2013 in Manchester uraufgeführte Stück von Alistair McDowall (geb. 1987).
In einer heruntergekommenen Sozialbausiedlung hat der 19-jährige Luke, ein versponnenes Physikgenie, eine neue Wohnung bezogen. Zwischen Bücherbergen, CDs, Play Station und Goldfischglas lebt er in seiner eigenen Welt und bastelt an einer Erfindung, einer Zeitmaschine. Sein älterer Bruder Rob, der ein halbnacktes Drogenwrack an der Hundeleine führt, holt ihn zurück in die Realität. Wenn man in Cracktown auf dem Marktplatz wohnt, wie Rob sagt, sollte man auch den ...
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 176
von Ingoh Brux
März 2005 Meine Ernennung zum neuen Intendanten für das Staatstheater Mainz. Die Losung heißt: «Auslastung ist nicht alles.» Wichtig sei die überregionale Strahlkraft. Das Theater soll der «Leuchtturm» des Landes sein.
Mai 2005 Der damalige Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende des Aufsichtsrates der...
Wer im Theater von Kunst redet, wird möglicherweise ein bisschen schief angeschaut. Man will ja nicht im Elfenbeinturm enden. Trotzdem muss es im Theater Freiräume geben, die andere Begegnungen, Arbeitsformen, Gedankenspiele und Utopien ermöglichen als im durchfunktionalisierten Alltag, das bezweifelt kein Theaterkünstler. Aber wie viel Freiraum bietet das...
Es war ’ne doofe Idee. So ’ne typische Journalisten-Idee. Jetzt stapft Sandra Hüller mit energischen Schritten, die Silhouette schwankt leicht von links nach rechts, auf den Max-Joseph-Platz zu. Da, wo die Münchner Maximilianstraße ihren Anfang nimmt. Die weltberühmte Modemeile.
Wir sind zum Bummeln verabredet. Und zum Reden. Bummeln – natürlich ein Witz. Es ist...
