Party für Patty
Die Mitglieder der «Symbionese Liberation Army» (SLA) fühlten sich wie Robin Hood. Ob der gute Mensch und Bogenschütze aus den Tiefen des Sherwood Forest allerdings Mitglied der US-amerikanischen Westküstengang hätte sein wollen, darf bezweifelt werden. Wir befinden uns in den siebziger Jahren. Man gab sich linksradikal, überfiel Banken und forderte Lebensmittel für ärmere Bevölkerungsschichten an der US-Sonnenküste. Am 4. Februar 1974 kam mit der Entführung von Patricia Hearst dann der spektakulärste Coup der Gang.
Ob es tatsächlich eine Entführung war und warum aus der Milliardärstochter, deren Großvater Vorbild für Orson Welles’ «Citizen Cane» gewesen sein soll, zwischenzeitlich das Bandenmitglied Tanja wurde, weiß man heute nur aus ihrer eigenen Erzählung. Sie sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden, sagt sie, verliebte sich aber wohl auch in einen der SLA-Aktivisten und hatte ihr ganz eigenes symbiotisches Befreiungserlebnis.
Aktuelle Parallelen
Die Zeit der Patty Hearst in der SLA ist ein Stoff, der schon Hollywood interessierte und der jetzt auch Bettina Bruinier, Maria Enzler und Kerstin Polte so faszinierte, dass sie ein Heidelberger Theaterprojekt daraus machen ...
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