Interpreten statt Autoren

Jens Roselt versammelt «Regietheorien»

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Vorab eine Warnung oder auch Entwarnung: Daniel Kehlmann fehlt im Register dieses Buches und mit ihm alle neueren Kombattanten und Kombattantinnen der immergrünen Werktreue-Debatte rund um die Grenzen (und Entgrenzungen) der Regie-Allmacht. Also alle von Peter Stein und Andrea Breth bis, sagen wir, Jo­achim Lottmann.

Überhaupt widmet sich Jens Roselt in seiner Textsammlung «Regie im Theater. Geschichte – Theorie – Praxis» dem Erscheinen des modernen, künstlerischen Regie-Typus eher mit breitem historischen Strich.

Zwar hebt das Buch mit Nicolas Stemann als livehaftig auftretendem Performer seiner eigenen Regisseurs-Rolle an (in seiner «Faust»-Inszenierung). Aber im Anschluss geht es denn doch vor allem um die Genese dieser exponierten Rolle zwischen dem ausgehenden 18. Jahrhundert und dem beginnenden 20. Von den verwaltungstechnischen Ursprüngen des Regieberufs im Stadttheater, als es Regisseuren vor allem oblag, für «Ordnung und Pünktlichkeit» am Haus zu sorgen, zeichnet Roselt in einer prägnanten sechzigseitigen Einleitung die sukzessive Emanzipation des Regisseurs als Spielleiter nach.

Ironie für Werktreue-Freunde: Erst mit dem Literaturtheater und mithin mit der Würdigung des ...

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Theater heute Dezember 2015
Rubrik: Bücher, Seite 56
von Christian Rakow

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Suchlauf

1./Dienstag
13.55, arte: Der Stadtneurotiker
Spielfilm (USA 1977) von Woody Allen
mit Woody Allen, Diane Keaton,
Tony Roberts, Carol Kane, Shelley Duvall, Christopher Walken u.a.

2./Mittwoch
20.15, das Erste: Unter der Haut
Fernsehfilm (Deutschland 2015) von
Friedemann Fromm mit Bibiana Beglau, Friedrich Mücke, Karoline Schuch,
Ulrich Gebauer u.a.

4./Freitag
13.55,...

Ausstellung: Kleine Auffrischung

Ein grob gezimmerter riesiger Schrank, in dem Gurte hängen, davor ein Haufen gefüllter Jutesäcke. Dieses Ensemble steht im Zentrum der Düsseldorfer Ausstellung «Der ewige Wanderer – Tadeusz Kantor in Deutschland». Es ist die Rekonstruktion des Bühnenbilds des Spektakels «Der Schrank», das Tadeusz Kantor im Jahre 1966 am Stadttheater Baden-Baden realisierte – zehn...