Kampf um Atemluft

Shakespeares Komödien «Was ihr wollt» und «Wie es euch gefällt» im Düsseldorfer Schauspielhaus und im Schauspielhaus Bochum

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Gelächter kann man leicht haben, Heiterkeit schon schwerer. Wer heiter ist, dem gelingt das Leben, wer lacht, vergisst es nur. Shakespeares Lachen ist selten ohne Schwermut, seine Heiterkeit ist ein Trotzdem angesichts von Verlus­ten. Das wissen beide Inszenierungen – die Bochumer der eigentlich sanften, lyrischen Komödie «Wie es euch gefällt», die Düsseldorfer der eigentlich drallen, derben Komödie «Was ihr wollt». Dennoch scheitert die eine, gelingt die andere.


 

Projektionsraum der Wünsche: Lost in Arden

Elmar Goerdens Bochumer Inszenierung setzt ganz auf deutliche Symbole: Celia, die gute Tochter des bösen Herzogs, ist an den Rollstuhl gefesselt, Oliver, der böse Bruder des verliebten Helden Orlando, geht am Krückstock. Aber am Ende sind sie beide befreit: Siehe da, Celia kann gehen. Oliver darf sie ohne Krücke heiraten, und die Konfettikanone donnert dazu. Das dickste Merkzeichen ist laubfroschgrün und bühnenfüllend: ein zerbrochenes Passagierflugzeug. (Wahrscheinlich das erste Flugzeug auf der Bochumer Bühne seit Alfred Kirchner 1980 einen veritablen Nahkampfjet, eine Fiat G 91 der Luftwaffe, für sei­ne «Mutter Courage»-Inszenierung auf die Bühne wuchten ließ.) Hin und wieder ...

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Theater heute Dezember 2007
Rubrik: Aufführungen, Seite 26
von Gerhard Preußer

Vergriffen
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