Weil ich ihn essen will

Der britische Dramatiker Simon Stephens stellt Chris Thorpe für den Stückemarkt des Theatertreffens vor

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Ich glaube, Theater ist dann am besten, wenn eine Spannung zwischen Strukturen und dem dringenden Impuls besteht, Formen zu verändern und neu zu erfinden. Künstler arbeiten unter dieser Spannung am besten. Theaterabende funktionieren, wenn diese Spannung vorhanden ist. Ich glaube, sie verleiht jeder Einrichtung neue Energie und verhindert die Erstarrung zur Institution. Spannung ist lebenswichtig, und lebenswichtig ist meiner Ansicht nach auch, dass man Menschen, die künstlerische Einrichtungen leiten, den Raum und die Energie zugesteht, diese neu zu erfinden und neu zu imaginieren.

Sobald Theaterstücke oder Künst­lerleben oder Einrichtungen erstarren, sind sie meines Erachtens praktisch überflüssig. Um Vita­lität zu besitzen, müssen sie zunächst lebendig sein. Aus diesem Grund ist es so aufregend, hier zu sprechen, und aus diesem Grund ist es eine Ehre, Chris Thorpes Arbeit beim Theatertreffen und in Berlin vorzustellen.
Mein Job ist es jetzt, Ihnen in sieben Minuten von Chris Thorpes Arbeit zu erzählen und zu erklären, warum ich mich für ihn entschieden habe. Aber aus einem Geist her­aus, den Sie hoffentlich akzeptieren werden wie Chris es ganz bestimmt tut, lasse ich es bleiben. ...

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Theater heute Juli 2014
Rubrik: Akteure, Seite 30
von Simon Stephens

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