Aufführungen
Sachen, Maschinen und Parteien gibts, für die werden einfach keine Theaterstücke geschrieben. Ausnahmen bestätigen die Regel: Der Regisseur Philippe Quesne hat der bislang sträflich im Hintergrund belassenen «Technik» ein höchst klangvolles «Pièce pour la technique du Schauspiel de Hanovre» geschrieben. Eine Amour fou zwischen Drehbühne und Schnürboden? Aufstieg und Fall der Nebelmaschine? Wir sind gespannt. Ebenso auf die von Viola Hasselberg und Jarg Pataki geschriebene und inszenierte «Erfolgsgeschichte» «Die Grünen» in deren Hochburg Freiburg.
Unbedingt verheißungsvoll: Herbert Fritschs Rückkehr an die Volksbühne mit dem Schwank «Die spanische Fliege» sowie Stefan Puchers Debüt am Deutschen Theater Berlin mit Stephen Belbers «Tape». Statt Uma Thurman und Ethan Hawke, die am Broadway die UA bestritten, prunkt das DT mit Nina Hoss und Felix Goeser. An der Volksbühne ruft René Pollesch seinen Fans zu: «Die Kunst war populärer, als ihr noch keine Künstler wart!», und Andreas Kriegenburg inszeniert am DT Kleists «Käthchen von Heilbronn». An den Münchner Kammerspielen metzelt Karin Henkel mit Shakespeares «Macbeth», und am Zürcher Neumarkt Theater verschweißt Milan Peschel Tschechow ...
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Theater heute Juni 2011
Rubrik: Service, Seite 56
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Eine derart hipnessverdächtige Spätkarriere war von Beckmann nicht zu erwarten. Der vornamenlose Kriegsheimkehrer, der drei Jahre nach der Schlacht um Stalingrad ohne Kniescheibe, dafür aber mit seiner «Gasmaskenbrille» wieder in Hamburg auftaucht und an eine hartnäckig verschlossene Tür nach der anderen klopft, rockt anno 2011 bei Luk Perceval vergleichsweise...
Se souvenir, drôle d’idée», sagt der Ingenieur am Schluss: Sich erinnern, was für ein sonderbarer Gedanke. Am 17. August 1893 haben in den Salinen von Aigues-Mortes in Südfrankreich eine Meute von Franzosen acht Italiener gelyncht. Es war vieles zusammengekommen, harte Arbeitsbedingungen, denen sich die italienischen Reisbauern besser anpassten als die...
In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts wollte sich auch Sydney eine Oper gönnen. Unter den 233 eingereichten Entwürfen erhielt der international unerfahrene dänische Architekt Jørn Utzon 1957 den Zuschlag. Obwohl es ursprünglich keine finanziellen Beschränkungen gab, führten enorme Kostensteigerungen und künstlerische Differenzen, gerade auch über die...
