Worte helfen

Rabih Mroué: «Who’s Afraid Of Representation» in Berlin

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Wer sagt, dass auf einem Tanzfestival getanzt werden muss? Man kann auch Karten spielen. Selbstmörder-Quartett. Yves Kleins berühmtem Sprung von einem Stuhl folgte ein weniger berühmter Sprung von Paul McCarthy aus dem zweiten Stock und dann ein unberühmter von Edgar Aho. Aus dem 14. Stock. Edgar Aho war kein Künstler, sondern ein Freund der libanesischen Performer Rabih Mroué und Lina Saneh.

Wie kann man diesen Sprung darstellen? Wiederholen? Die beiden spielen Karten mit der jüngeren Geschichte der Kunst des Körpers, die rein zufällig auch die Geschichte des Bürgerkriegs im Libanon ist.
Valie Export, Marina Abramovic, Stelarc, Franko B., Günter Brus, Kim Jones, Gina Pane, Chris Burden, John Duncan, Rudolf Schwarzkogler, sie alle «verletzten» die Schönheit des Tanzes durch Selbstverletzungen, durch Schnitte in den Körper, durch das Zurverfügungstellen ihres eigenen Körpers an eine latent aggressive Gesellschaft. Tanz ist seitdem das genaue Gegenteil einer Kunst, die vergangene und gegenwärtige Kriege im eigenen Körper ortet, sich selbst verstümmelt, die ihre Autoaggression gegen die vermeintliche Normalität einer Gesellschaft richtet, weil die nach Faschismus und Holocaust ...

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Tanz April 2005
Rubrik: On Stage, Seite 51
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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