Jenseits
Urbane Choreografie
Christo und Jeanne-Claude – virtual actors im Central Park, oder: der zeitweilige Tod des Flaneurs
Eine Lawine deskriptiver Beiträge hat sich via Weltpresse über das temporäre Christo-Jeanne-Claude-Jahrhundert-Projekt «The Gates» im Central Park ergossen. Der ehemalige Bewohner von Upper-East Side am Rand des Central Park versetzt sich für das Eröffnungs-Wochenende über den Atlantik. Er wird auf dem Flugplatz eingeschüchtert.
Where is your bag? I have only my toothbrush!
Die monumentale walk in installation kennt die Öffentlichkeit seit Jahren in allen Details aus Christos unzähligen Architektur-Skizzen. Teils meisterhaft, teils kitschig. Sie finanzieren das einmalige Unternehmen. Keine Überraschung, aber ein Wunder: dass solche Komplexität sich voraussehen und in jedem Detail verwirklichen lässt und zur Eröffnung in der Wintersonne glänzt, wie versprochen.
Der Reisende interessiert sich für die Auswirkung dieser gewaltigen Intervention auf die Benutzer des Parks. Sie geschieht im Rahmen eines anderen Kunstwerks: von Olmsted und Vaux. Das Meisterwerk von Olmsted und Vaux (1857) ist ein Atrium, ausgeschnitten aus der urbanen Substanz von Manhattan, ein Kunstgarten ...
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In der deutschen Hauptstadt soll möglichst bald ein TanzRaumBerlin entstehen, der weder Tanzhaus noch Choreografisches Zentrum sein will, sondern ein «integratives Konzept»: eine «Schnittstelle für Kunst und Wissenschaft, Kreation und Reflexion». So steht es in einem Strukturpapier, das gemeinsam vom Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin, Dock 11/Garbáty, Hebbel...
