wien: jiri bubeicek
Manuel Legris leitet seit dieser Spielzeit die nun Wiener Staatsballett genannte Vorzeigekompanie der österreichischen Hauptstadt. Schnellstmöglich sucht er den unter seinem Vorgänger Gyula Harangozó verlorengegangenen Anschluss an neuere Entwicklungen, ohne dabei die spezifische Wiener Balletttradition aus den Augen verlieren zu wollen. Nun bringt er am 9. Januar bereits die dritte Premiere heraus. Der Abend trägt das Motto «Schritte und Spuren». Der Schrittmacher ist Jirí Kylián, dessen Klassiker «Bella Figura» aus dem Jahr 1995 der Rausschmeißer ist.
Davor gibt es Stücke von Jorma Elo («Glow – Stop»), Paul Lightfoot und Sol León («Skew-Whiff») sowie Jirí Bubenícek. Dessen «Le souffle de l’esprit», uraufgeführt 2007 beim Zürcher Ballett, wartet zum überstrapazierten «Kanon» von Johann Pachelbel mit einem berührenden Männertrio auf: Bubenícek gewinnt der Musik eine organische, von stilistischen Einordnungen wunderbar befreite Choreografie ab.
wiener-staatsoper.at
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Tanz Januar 2011
Rubrik: kalender: highlights, Seite 31
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«Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende», prophezeit Horst Opaschowski in der Wertewandel-Studie der Stiftung für Zukunftsfragen. Der Grund: «Die Krisenerfahrung verändert die Werteskala der Menschen – das Ich braucht das Wir. Die Sehnsucht nach Halt, nach sozialer Geborgenheit und menschlicher Wärme wächst.»
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