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im jahrbuch: grenzgänger
Jahrelang galt das «spartenübergreifende» Theater als verheißungsvolles Nonplusultra. Auch die Kunst, hoffte man, kann so schrankenlos werden wie der Verkehr innerhalb der Europäischen Union. Doch wie steht es heute tatsächlich um ästhetische Grenzgänge und Grenzgänger? Und wie bringt der Körper die politischen Verhältnisse zum Tanzen? Gibt es eine Choreografie des Konflikts? Wie reagiert die Ästhetik des Tanzes auf das Grenzwertige, das Fremde oder den Ausnahmezustand des Körpers? Eine Recherche.
Dazu: Die internationale Kritikerumfrage nennt die Besten der Saison.
im oktober: new york
Trajal Harrell, Jen Rosenblit, Miguel Gutierrez: Diese drei Choreografen leben in NYC, der Stadt der ständigen Konkurrenz, der hohen Mieten und mangelnden Förderung. Nur der Mythos bleibt konstant: If I can make it there, I’ll make it anywhere. Bis es so weit ist, stellt sich die Frage: Wie überlebt ein Künstler in New York, wo Tanzorte Mangelware, wo Innovation und Erfindungsgeist ein Muss sind, und wo alles, was irgendwie anders ist, bereits als «queer» bezeichnet wird? Alle drei hängen am Tropf europäischer Fördertöpfe, alle drei wissen, dass ihre Kunst nur in New York ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Service, Seite 80
von
Sie ist die Senkrechtstarterin in Frankreichs Choreografen-Hitparade: Maud Le Pladec, 40 Jahre jung, als Tänzerin in Stücken von u. a. Mathilde Monnier, Boris Charmatz aktiv, leitet ab Januar 2017 das Centre chorégraphique national in Orléans. Die gebürtige Bretonin wird Nachfolgerin von Josef Nadj, womit das 1995 gegründete CCN zum ersten Mal einen Wechsel an...
Strahlende Gesichter am Théâtre National de Chaillot. Dessen Intendant Didier Deschamps musste sich nach einer Amtszeit von fünf Jahren einem erneuten Auswahlverfahren unterziehen – mit harter Konkurrenz. Für den Tanz stand viel auf dem Spiel, denn die aussichtsreichsten Nachfolgekandidaten kamen aus dem Bereich Theater. So Masha Makaïeff, Intendantin des größten...
«Ja!» ruft einer von Jan Martens’ Tänzern, die vom Rand aus und als Herein-Geleiter die «common people» ordnen. Es meint «los!» und schwebt als Zustimmung und Zugewandtheit über der ganzen Performance bei der Premiere im tanzhaus nrw in Düsseldorf. Hier also treffen je zwei von insgesamt 44 «gewöhnlichen Leuten», ausgesuchten Freiwilligen, auf der Bühne...
