Urs Dietrich: «Voice»
Sie ist die schrillste Stimme mechanischer Kommunikation. Eine Trillerpfeife eröffnet Urs Dietrichs neue Choreografie am Bremer Tanztheater. Die Akteure tasten sich auf der Schwelle zwischen privatem Körper und Kunstgestalt in Rollen und Identitäten, lauschen still in sich hinein. Horchen an lautsprecherähnlichen Kästen an der Wand.
Ein Rednerpult suggeriert Ansprache, ein Duett zeigt einen Dialog der Geschlechter als Machterkundung.
Welche Stimme erreicht die Tänzer? Welcher Klang spricht in ihnen selbst? Welche Signale senden sie an das Publikum? Welche Sprache spricht der Körper zwischen individueller Disposition und formalem Kanon?
«Voice» heißt das jüngste Stück des Bremer Tanztheater-Chefs. Ein fesselnd vielschichtiges Werk mit kunstvoll verschliffenen Szenen, in denen Grundmotive über Stimmungsfelder wandern und sich in surrealen Episoden auffächern. Die Trillerpfeife ist Leitmotiv und Leidmelodie. Zu ihrem Klang werden geschäftige Vertreter einer uniformen Business-Community auf der Sackkarre von Funktionsstelle zu Funktionsstelle geschoben und in den Dienstpuls getaktet.
Ihr schneidender Ton setzt Körper in Bewegung, die die Gesundheitsfunktionäre in Kitteln ...
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Opiyo Okach, in Ihrem Stück «Abila» von 2002 benutzen Sie Versatzstücke aus traditionellen Ritualen wie das Einreiben des Körpers mit roter Erde und schaffen in Verbindung mit Videos choreografische Bilder, deren Eleganz und zeremonielle Schönheit auf einer Stufe mit Sankai Juku stehen.
Allerdings habe ich dafür, dass ich mit sakralen Elementen arbeitete, in Kenia...
Man hätte schon durch den Titel gewarnt sein müssen. «Tschaikowskys Träume» – ein Zweiteiler, der von Luisa Spinatelli mit allzu vielen aus dem Bühnenhimmel herabfahrenden Prospekten ausgestattet wurde, auf die ein seiner Farben verlustig gegangener Nolde verschwommene Bilder gemalt haben könnte. Im Theater Mönchengladbach ist Zeit-Totschlagen angesagt. Norths...
Minako Seki, a 3rd generation Butoh dancer from Nagasaki, Japan, danced in Tokyo with Dance Love Machine and came to Berlin in 1986 on invitation of the Künstlerhaus Bethanien. She stayed and in 1987 co-founded tatoeba – Theatre Danse Grotesque, the first Japanese-German Butoh-Ensemble. Since then she has created 55 productions as dancer, choreographer and...
