Traviata
Geld oder Liebe? Das ist die zentrale Frage. Während Richard Wherlock mit seiner Kompanie das «Traviata»-Ballett am Basler Theater noch probte, stellte dessen Verwaltungsratspräsident Martin Ch. Batzer in einem Gedankenspiel den Fortbestand des Balletts öffentlich infrage. Durch die eventuelle Einsparung der «dritten Sparte» könne er die künstlerische Qualität der anderen Sparten nach 2011 sichern.
Sollte Georges Delnon, von Mainz und der vorbildhaften Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer kommend und gerade zwei Jahre lang Intendant des Dreispartenhauses, sein Herz für das Ballett verraten? Er hielt sich klug zurück, erklärte bei der «Traviata»-Premiere gelassen: «Trotz der Diskussion sehe ich keinerlei Gefahr für das Ballett Basel. Gerade diese Sparte erfreut sich mit über 70 Prozent Platzauslastung großer Akzeptanz.» Im Gegensatz zur Oper mit 60 Prozent bringt ihm das Ballett sogar mehr Geld. Im aufgeregten Presse-Wirbel bewahrte Delnon diplomatisch Contenance, hatte er doch gerade über die Verlängerung seines Vertrags um weitere fünf Jahre verhandelt. Nach glücklichem Abschluss garantiert der Direktor nun «sowohl die Kontinuität als auch die Weiterentwicklung aller Sparten am ...
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