tommi kitti
Tommi Kittis Leben ist an einer Wegscheide. Der 54 Jahre alte Tänzer und Choreograf könnte wohl immer so weiter tanzen. Oder nach Lappland gehen, um frei zu sein – von all den Erwartungen, die die finnische Tanzwelt an ihn richtet. Seit den Neunzigern ist er auf Tour, hat die Welt mit seinen Solostücken «Credo» und «A Trip» durchstreift, sie danach mit Gruppenarbeiten wie das in Bagnolet prämierte «Ensemble of Four» durchmessen. Er wurde zum Botschafter des finnischen Tanzes, nur die Wegscheide war bereits ausgeschildert.
Vor ein paar Jahren zwangen ihn Knie- und Knöchelprobleme, die Bühne zu verlassen. Choreograf blieb er. Es gibt keinen Kniff, den er seinen Tänzern nicht vormacht, um jene von Rhythmen durchpulste Bewegungsqualität zu erzeugen, die ihm vorschwebt. Nun schwindet ihm die Virtuosität.
Als Tommi Kitti in Bagnolet 2000 die Weihen des Choreografen erhielt, gründete er seine erste Kompanie. Da war er schon 44. Tommi Kitti & Co bewahrt heute die besten seiner Stücke auf, auch seine Klassiker «Credo» und «A Trip». Erbin ist seine Tochter Unna, die jüngere seiner beiden Kinder, die zwölf begabte Tänzer ihres Alters um sich versammelt hat. Für die Kompanie schuf Kitti ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
feiert die japanische Tänzerin Suzushi Hanayagi, die seit 1984 in seinen «Knee Plays», in der «Alceste» in Stuttgart, in «Death, Destruction and Detroit II» in Berlin, in «Le martyre de Saint-Sébastien» in Paris auftrat. In New York wirkte sie unter anderem bei der Choreografin Molly Davies in «Arrivals & Departures» mit. Hans-Peter Kuhn schrieb für ihre...
Spaziert man vom Dresdner Hauptbahnhof zum Deutschen Hygienemuseum, also vom Symbol der verlässlichen deutschen Pünktlichkeit zur Weihestätte des deutschen Gesundheitsgebots (Unpünktlichkeit und andere Unreinlichkeiten hasst der deutsche Small Talk), gelangt man zuerst in die Mary-Wigman-Straße, durchmisst die Gret-Palucca-Straße, streift die Dore-Hoyer-Straße, um...
ist die diesjährige Auserwählte der «Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative». Die Grande Dame des Postmodern Dance wird sich um den australischen Tänzer und Choreografen Lee Serle kümmern. Seit 2008 bewegt sich der 28-Jährige in der Szene seiner Heimat Melbourne, tanzte bei Lucy Guerin und Chunky Move. Nachdem er sich an zwei Stücken selbst versucht hat, wird ihm...
