Tanz im TV
Babels-Träume
Sidi Larbi Cherkaoui kann sich nicht ausruhen, es sich bequem machen. Das Beständige im Leben des 1976 in Antwerpen geborenen Tänzers und Choreografen ist die Unbeständigkeit. Seine Stücke sind die besten Belege für die Virtuosität, mit der Cherkaoui unterschiedliche Tanzstile amalgamiert.
Für «Babels-Träume» ist ihm der schottische Dokumentarfilmer Don Kent um die halbe Welt gefolgt: Man sieht ihn im Kloster der Shaolin-Mönche, wie er an seinem Welterfolg «Sutra» arbeitet, in Madras bei Proben mit der Tänzerin Shantala Shivalingappa, auf Korsika, wo er sich von einem Gesangsfestival inspirieren lässt. Cherkaoui wünschte, dass der Film «eine Etappe wird, bei der ich etwas über mich erfahren kann, über meine verborgenen Bedürfnisse». Folgen wir ihm auf dieser Reise, am 31. Mai um 21.50 Uhr auf arte. Foto: ARTE F / © Bel Air
arte
31. Mai, 21.50h, 6. Juni, 6.00h; 13. Juni, 10.00h; 26. Juni, 3.55h: «Sidi Larbi Cherkaoui: Babels-Träume», Dokumentation von Don Kent, F 2009
14. Juni, 22.10h; 20. Juni, 6.00h: «Dance for All», Film über ein Tanzprojekt in den Townships von Kapstadt
3. Juli, 13.30h: «Montpellier Danse», Europas größtes Tanzfestival feiert sein 30-jähriges ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Dass Winfried Schneider Leidenschaften effektvoll in Tanz zu bändigen weiß, bewies er schon einmal 2006 mit dem Tangoabend «Romance de barrio». Ähnlicher Erfolg dürfte Schneiders zweiter Produktion fürs Ballett des Staatstheaters Cottbus beschieden sein. Wieder lässt der Gast von der Staatsoperette Dresden die Emotionen kochen, erzählt vom Aufschäumen von Gefühlen,...
«Good evening. Remember me?», ruft uns die Dame im historischen Kostüm entgegen und wirft die Arme in die Luft. Der Rock bauscht sich, sein glänzender Stoff raschelt, Staub wirbelt auf. «Remember me?» Diese Drama-Queen, mit der William Forsythe sein Stück «Artifact» eröffnet, trifft auf eine Tänzerin im grauweißen Trikot, die sehr nüchtern, streng ihre Bahnen...
Ob Klassik mit Krumping, Breakdance mit Johann Sebastian Bach zusammengeht, das ist keine Frage. Christoph Hagel hätte andernfalls nie in der Berliner Nationalgalerie die Flying Steps samt der japanischen Ausnahmetänzerin Yui Kawaguchi zu Bachs «Wohltemperiertem Klavier» auftreten lassen. Auch keine Kinoproduktion, noch dazu im Hochpreisniveau der 3-D-Technologie,...
