Tamara Rojo über Forsythe

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Für mich ist Billy Forsythe der ultimative Klassiker. Ein wahrer Erbe von Petipa und Balanchine. Sein Verständnis der reinen klassischen Linie, ihrer Wurzeln, Strukturen und ihres Vokabulars sowie dessen, was «klassisch» wirklich bedeutet – all das hat ihm die Freiheit gegeben, die Regeln zu brechen und diese Sprache weiterzutreiben als irgendwer anders. Ich bin aufgewachsen mit einer tiefen Bewunderung für sein Schaffen, sowohl an der Pariser Oper wie für seine eigene Kompanie. Ich habe mir immer gewünscht, eines Tages mit ihm zu arbeiten.

So ging ein Traum in Erfüllung, als er zusagte, eine Uraufführung für das English National Ballet zu choreografieren. Sein «Playlist (Track 1,2)», das wir 2018 herausgebracht haben, ist schon jetzt ein fester Bestandteil unseres Repertoires geworden – und weltweit Inspiration für andere Werke. Die raffiniertesten klassischen Schritte und Mus-ter mit heutiger Popmusik zu kombinieren, die sowohl die Tänzer auf der Bühne wie auch ein junges, ein anderes Publikum verbindet. Das ist gewagt – und schlicht genial! 

Bill Forsythe ist zudem ein Renaissance-Mensch, denn seine Kunst sprengt längst den Bühnenrahmen und hat die prestigeträchtigsten ...

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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Menschen, Seite 22
von

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